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Geographie

Im Schuljahr 2020/2021 Geographie unterrichtende Lehrkräfte

  • Aasiea Akbari (Ak)
  • Sören-Kristian Berger (Be)
  • Wolfgang Fraedrich (Fd)
  • Martina Hils (Hi)
  • Ralf Kupka (Kp)
  • Sarah Pätzold (Pz)
  • Tobias Rupp (Rp)
  • Mareike Schauß (Sch)
  • Jorina Schütt (St)
  • Oliver Sciuk (Sc)
  • Birte Strummel (Stl)
  • Antonia Wahmhoff (Wa)

Fachleiter und Ansprechpartner für das Fach Geographie am Gymnasium Heidberg ist Sören-Kristian Berger.

Aktuelle Eindrücke aus dem Geographieunterricht am Gymnasium Heidberg

Im Geographieunterricht holen wir uns die Welt in das Klassenzimmer. Viele der Themen bieten einen ganz konkreten Bezug zum eigenen Leben und haben gleichzeitig einen globalen Bezug. Kein anderes Fach beschäftigt sich so intensiv mit den globalen Herausforderungen unserer immer komplexer werdenden Welt. Dabei beleuchten wir allerdings nicht nur die Probleme, sondern versuchen auch gemeinsam mögliche Lösungsvorschläge zu erarbeiten.

Grundlage für die Arbeit im Geographieunterricht stellen oft Karten und kartographische Abbildungen dar. Die Arbeit mit dem Atlas gehört genauso dazu wie die Arbeit mit einem Globus. Auch digitale Anwendungen wie Google Maps oder Google Earth sind eine hilfreiche Ergänzung und ermöglichen eine realistische Vorstellung von fernen Räumen.

Für komplexe Probleme benötigt man auch komplexe Methoden. Gerade im Geographieunterricht wechseln wir oft ganz bewusst die Perspektive und blicken interdisziplinär auf ein Thema. Dabei helfen uns unterschiedliche Methoden des vernetzenden Lernens, die Erkenntnisse zu visualisieren – z. B. über Mysteries.

Die Arbeit mit Karten spielt im Geographieunterricht eine bedeutende Rolle. Neben dem Lesen und Auswerten von Karten gehört zu einer ausgeprägten Kartenkompetenz aber immer auch das Erstellen eigener Karten. Hier sind zwei Beispiele von Schülern einer 7. Klasse zu sehen, die während des Fernunterrichts Anfang 2021 mit Alltagsgegenständen die Mitgliedsstaaten der EU darstellen sollten.

Interaktive Wetterkarten, Satellitenbilder, virtuelle Exkursionen, kollaborative Kartierungen, digitale Spurensuche vor Ort, interaktive Fotos gestalten, Erklärvideos erstellen. Die Geographie ist schon immer ein sehr medienintensives Fach gewesen. Auch die Einsatzmöglichkeiten digitaler Medien im Unterricht sind vielfältig.

Hier erstellen die Schülerinnen und Schüler im Unterricht gerade mit echten Klimadaten interaktive Klimadiagramme unterschiedlicher Orte, werten diese aus und vergleichen sie.

Warum Geographie?

Die Geographie ist gesellschaftswissenschaft, aber auch in Teilen Naturwissenschaft. Geographische Inhalte sind eng verknüpft mit zahlreichen anderen Wissenschaften, daher ist geographische Forschung auch interdisziplinär angelegt.

Die folgenden Broschüren geben einen vertieften Überblick:

Geographie – das Zukunftsfach

Geographie und nachhaltige Entwicklung

Angestrebte übergeordnete Ziele des Fachunterrichts

In kaum einem anderen Fach verliefen fachdidaktische Diskussionen in den letzten Jahren so lebhaft wie in der Geographie – auch getrieben durch eine Entwicklung, in der das Schulfach mehr und mehr an den Rand gedrängt wurde, teilweise in anderen Bundesländern sogar anderen Fächern (z. B. „Gesellschaft“) untergeordnet wurde und damit seine Selbstständigkeit verlor.
Das Ergebnis dieser Diskussionen ist eine die moderne Unterrichtsarbeit prägende Kompetenzorientierung, die die Lernzielorientierung der Reformen in den 1970er-Jahren ad acta legte.

Weil wir uns mit unserer Arbeit eng an dieser zeitgemäßen fachdidaktischen Ausrichtung orientieren, sind die folgenden Ausführungen sehr eng angelehnt an die Formulierungen in der Publikation Bildungsstandards im Fach Geographie für den Mittleren Schulabschluss, die im Jahr 2006 von der Deutschen Gesellschaft für Geographie erstmals veröffentlicht worden ist. Darin heißt es (Wiedergabe in Auszügen, vgl. diese S.4–7):

„Aktuelle geographisch und geowissenschaftlich relevante Phänomene und Prozesse, wie z. B. Globalisierung, Klimawandel, Erdbeben, Hochwasser und Stürme, aber auch Bevölkerungsentwicklung, Migration, Disparitäten und Ressourcenkonflikte prägen unser Leben und unsere Gesellschaft auf dem Planeten Erde in vielen Bereichen. Der Umgang mit diesen komplexen Entwicklungen erfordert eine Anpassung bisheriger Verhaltensweisen und Handlungsstrategien auf der Grundlage von fundiertem Sachwissen, Urteilsfähigkeit sowie Problemlösungskompetenz, z. B. in den Bereichen Umweltschutz, Risikovorsorge, Stadt- und Raumplanung, Wasserversorgung, wirtschaftliche Entwicklung und entwicklungspolitische Zusammenarbeit.
Die genannten Prozesse erhalten ihre Dynamik aus den Wechselwirkungen zwischen naturgeographischen Gegebenheiten und menschlichen Aktivitäten, das bedeutet, dass wir bei unserem Geographieunterricht eine Verknüpfung von naturwissenschaftlicher und gesellschaftswissenschaftlicher Bildung in den Mittelpunkt stellen.
Der spezielle Beitrag des Faches Geographie zur Welterschließung liegt in der Auseinandersetzung mit den Wechselbeziehungen zwischen Natur und Gesellschaft in Räumen verschiedener Art und Größe. Damit ist es zum einen das Schulfach, das sich zentral mit der Kategorie Raum beschäftigt, zum anderen verbindet es natur- und gesellschaftswissenschaftliches Wissen und ist somit Brückenfach zwischen diesen Wissenschafts- und Bildungsbereichen.
Leitziele des Geographieunterrichts sind demnach die Einsicht in die Zusammenhänge zwischen natürlichen Gegebenheiten und gesellschaftlichen Aktivitäten in verschiedenen Räumen der Erde und eine darauf aufbauende raumbezogene Handlungskompetenz.
Diesen Zielen folgend erhalten die Schülerinnen und Schüler im Geographieunterricht die Möglichkeit, Wechselwirkungen zwischen Natur und Gesellschaft (Wirtschaft, Politik, Soziales) an ausgewählten Raumbeispielen zu erkennen, die daraus resultierenden Strukturen, Prozesse und Probleme zu verstehen und Problemlösungen anzudenken. Dazu ist das Verständnis des Systems Erde, also der verschiedenen natürlichen Systeme und Teilsysteme der Geosphäre erforderlich.
Mit einem allgemeingeographischen Ansatz trägt der Geographieunterricht in besonderem Maße dazu bei, ein mehrperspektivisches, systemisches und problemlösendes Denken zu fördern.
Im Geographieunterricht erwerben die Schülerinnen und Schüler nicht nur räumliche Orientierungskompetenz, sondern analysieren Räume der Erde auf unterschiedlichen Maßstabsebenen, z. B. den Heimatraum, Deutschland, Europa und ausgewählte außereuropäische Regionen, unter verschiedenen Frage- bzw. Problemstellungen.
Sie erhalten dadurch neben den o. g. allgemeingeographischen Kenntnissen gleichzeitig grundlegende regionalgeographische Kenntnisse über Regionen, Staaten und Staatengruppen sowie die Möglichkeit, im Spannungsfeld zwischen lokal und global ein „reflektiertes Heimatbewusstsein“, ein Bewusstsein als Europäer sowie Weltoffenheit zu entwickeln.
Geographie ist traditionell ein methoden- und medienintensives Fach; Anschaulichkeit und Aktualität spielen in ihm eine große Rolle. Schülerinnen und Schüler haben die Gelegenheit, sich mit einer Vielzahl von traditionellen oder computergestützten Medien vertraut zu machen. Die Lernenden erwerben dadurch die Fähigkeit zum effektiven und reflektierten Umgang mit Medien; vor allem wird der Umgang mit Karten aller Art eingeübt. Schülerinnen und Schüler gewinnen darüber hinaus an Methodenkompetenz, die für selbstbestimmtes Lernen und Handeln unerlässlich ist.
Exkursionen und Projekte ermöglichen den Einbezug von außerschulischer Wirklichkeit und eigenen Handlungserfahrungen.
Das Fach Geographie leistet wesentliche Beiträge zu fachübergreifenden und fächerverbindenden Bildungsaufgaben. So ist die Geographie neben der Biologie das zentrale Fach der Umweltbildung. Daneben sind die entwicklungspolitische Bildung und das Interkulturelle Lernen besonders wichtige Anliegen des Geographieunterrichts.
Geographische Grundbildung ist mit ihren Zielen, Inhalten und Methoden wesentlicher Teil von Allgemeinbildung und schafft darüber hinaus Grundlagen für anschlussfähiges berufsbezogenes Lernen in zahlreichen Berufsfeldern, wie z. B. in den Bereichen Planung, Umweltschutz, Tourismus und Wirtschaftsförderung in öffentlicher und privater Hand.“

Stundentafel

Geographie wird nach der ab August 2012 am Gymnasium Heidberg geltenden Kontingentstundentafel in der Sekundarstufe I in den Klassen 5,  9 und 10 jeweils 2-stündig und in Klasse 7 3-stündig unterrichtet. Darüber hinaus liegt beim Globalisierungsprojekt, das alle 9. Klassen über einen Zeitraum von einer Woche durchführen, ein deutlicher Schwerpunkt auf dem Bereich Geographie.  In der Studienstufe (Sekundarstufe II) wird Geographie durchgehend  in den Jahrgängen sowohl auf erhöhtem Anforderungsniveau (eA) als auch in Form 2-stündiger Grundkurse (gA) angeboten.

Geographie ist auf erhöhtem Anforderungsniveau im Profil „Dynamische Erde“ („Geo-Profil“) wie auch im Profil „International Relations and Communication“ vertreten. Im Geo-Profil besteht in Kombination mit den Fächern Geschichte und Geologie sowie im Rahmen des Seminarfachs die Möglichkeit zur Erarbeitung zahlreicher fächerverbindender Themen, wie beispielsweise im Kontext von Entwicklungsländern und ihrer Kolonialgeschichte, wie hinsichtlich der Geschichte der Globalisierung als auch der historischen Stadtentwicklung und Umweltgeschichte. Schließlich ist die Arbeit mit Karten in allen drei Fächern des Geo-Profils von hoher Relevanz, sodass sich hier auch zahlreiche Schnittpunkte in der methodischen Vorgehensweise finden.

Im Profil „International Relations and Communication“ ergänzen sich die Fächer Geographie und PGW inhaltlich vor allem bei Themen mit Bezug zu Wirtschaft und Globalisierung. Aufgrund der Profil-Kombination mit dem Fach Englisch wird hier ein besonderer Schwerpunkt auf die Arbeit mit englischsprachigen Fachtexten gelegt.

Hinweise zum Unterricht in der Sekundarstufe I und in der Sekundarstufe II

In der Sekundarstufe I arbeiten wir mit dem Lehrbuch TERRA Geographie für Gymnasium in Hamburg (Klett-Verlag), im Bereich der Sekundarstufe II greifen wir auf verschiedene Lehrwerke zurück, die unseren Schülerinnen und Schülern stundenweise im Unterricht zur Verfügung gestellt werden, darüber hinaus auch auf aufbereitete Unterrichtsmaterialien aus verschiedenen fachdidaktischen Zeitschriften. Auch auf das reichhaltige Angebot im Internet wird zurück gegriffen – allerdings stets mit der gebotenen kritischen Herangehensweise. Die Fachkonferenz hat mit dem Ziel, die Anforderungen in der Sekundarstufe I so transparent wie nur irgend möglich zu machen, schulinterne „Hinweise zur Leistungsbewertung im Fach Geographie in der Sekundarstufe“ ausführlich diskutiert und verabschiedet.

Die Fachschaft Geographie arbeitet im Unterricht kompetenzorientiert. Detailinformationen zu den Anforderungen und Erwartungen enthält das Kompetenzraster, das im Sinne eines so genannten Spiralcurriculums für die verschiedenen Klassen-/Jahrgangsstufen abgestuft entwickelt ist und Schülerinnen und Schülern sowie Eltern die Bewertung noch transparenter macht. Hier haben wir uns auch an den fachübergreifenden Absprachen orientiert, die im Rahmen der Unterrichtsentwicklung am Gymnasium Heidberg getroffen worden sind. Grundlegende Informationen zum Unterrichtsgang im Verlauf der Sekundarstufe I – auch unter differenzierterer Darlegung von Inhalten – haben wir im Schulspezifischen Curriculum Geographie für die Sek. I zusammengetragen.

Mit dem Unterricht in der Studienstufe stellen wir sowohl im Grundkurs als auch im Profilkurs sicher, dass unsere Schülerinnen und Schüler sorgfältig und umfassend auf die Anforderungen in der schriftlichen Abiturprüfung vorbereitet werden. Die Vorgaben des so genannten A-Heftes (A-Heft fürs Abitur 2021, A-Heft fürs Abitur 2022), werden dabei beachtet.

Hinweise zu den schriftlichen Lernerfolgskontrollen (Klassenarbeiten, Tests, etc. –> Anzahl, Wertigkeit für die Gesamtzeugniszensur, …)

Im Fach Geographie wird je Halbjahr eine schriftliche Lernerfolgskontrolle geschrieben, zusätzlich können auch schriftliche Hausaufgaben oder die Mappen-/Heftführung (Arbeitsportfolio) in den Bereich der schriftlichen Zensur einbezogen werden. Kriterien für den Bereich der mündlichen Leistungen sind u.a. die Mitarbeit (Quantität), die Inhalte in Bezug auf Raumkompetenz, Fachwissen und Ausdrucksfähigkeit beim Vorbringen von Wortbeiträgen (Qualität), die Eigenständigkeit beim Herangehen an Arbeitsaufträge, die Teamfähigkeit, das allgemeine Arbeitsverhalten und kleinere Hausaufgaben von Bedeutung. Bei der Zusammenfassung von schriftlichen und mündlichen Leistungen zur Zeugnisnote darf das Schriftliche nicht überwiegen. Die „Richtlinie für schriftliche Lernerfolgskontrollen in allgemeinbildenden Schulen (Klassen 3 bis 10)“ gilt in der aktuellen Fassung aufgrund der Neuzuordnung der Bildungspläne für die einzelnen Jahrgangsstufen (vgl. weiter unten) für die jahrgangsstufe 5, 7 und 9.
In den 4-stündigen Profilkursen der Studienstufe werden pro Schuljahr drei Klausuren geschrieben, deren Ergebnisse die Zensur für den schriftlichen Bereich ergeben. In den 2-stündigen Grundkursen wird je Semester nur eine Klausur geschrieben. Die schriftliche Note darf nicht überwiegen. Eine der schriftlichen Leistungen (je Schuljahr) kann auch durch eine Präsentationsleistung abgedeckt werden (vgl. hier).

Hinweise zu den Profilreisen im Profilbereich „Dynamische Erde“

Die Profilkurse des Profilbereichs „Dynamische Erde“ machen in ihrem 3. Semester der Studienstufe (also im ersten Halbjahr der 12. Klasse) eine Profilreise. Die Profilreisen dienen generell dazu, im Unterricht Erarbeitetes mit der Anschauung vor Ort zu verknüpfen und – je nach Fachrichtung – auch methodisch vor Ort zu arbeiten. Folgende Profilreisen hat es bisher gegeben:

Im Verlauf der jeweiligen Reise werden Themen aus den am Profil beteiligten Fächern Geographie, Geschichte und Geologie einbezogen. Die Profilreisen bieten auch die Gelegenheit, die Arbeit vor Ort für eine so genannte Besondere Lernleistung durchzuführen.

Zuletzt geändert am 18. Februar 2022

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