Geographie

Im Schuljahr 2019/2020 Geographie unterrichtende Lehrkräfte (Übersicht)

  • Sören-Kristian Berger (Be)
  • Volker Blum (Bm)
  • Wolfgang Fraedrich (Fd)
  • Martina Hils (Hi)
  • Janis Korzanowski – Stud.Ref. (Kor)
  • Ralf Kupka (Kp)
  • Mareike Schauß (Sch)
  • Ulrich Schönberger (Sb)
  • Birte Strummel (Stl)
  • Sonja Uher (Uh)

Fachleiter und Ansprechpartner für das Fach Geographie am Gymnasium Heidberg ist Ulrich Schönberger.

Angestrebte übergeordnete Ziele des Fachunterrichts

In kaum einem anderen Fach verliefen fachdidaktische Diskussionen in den letzten Jahren so lebhaft wie in der Geographie – auch getrieben durch eine Entwicklung, in der das Schulfach mehr und mehr an den Rand gedrängt wurde, teilweise in anderen Bundesländern sogar anderen Fächern (z. B. „Gesellschaft“) untergeordnet wurde und damit seine Selbstständigkeit verlor.
Das Ergebnis dieser Diskussionen ist eine die moderne Unterrichtsarbeit prägende Kompetenzorientierung, die die Lernzielorientierung der Reformen in den 1970er-Jahren ad acta legte.

Weil wir uns mit unserer Arbeit eng an dieser zeitgemäßen fachdidaktischen Ausrichtung orientieren, sind die folgenden Ausführungen sehr eng angelehnt an die Formulierungen in der Publikation Bildungsstandards im Fach Geographie (vgl. Link am Ende der Seite) für den Mittleren Schulabschluss, die im Jahr 2006 von der Deutschen Gesellschaft für Geographie erstmals veröffentlicht worden ist. Darin heißt es (Wiedergabe in Auszügen, vgl. diese S.4–7):

„Aktuelle geographisch und geowissenschaftlich relevante Phänomene und Prozesse, wie z. B. Globalisierung, Klimawandel, Erdbeben, Hochwasser und Stürme, aber auch Bevölkerungsentwicklung, Migration, Disparitäten und Ressourcenkonflikte prägen unser Leben und unsere Gesellschaft auf dem Planeten Erde in vielen Bereichen. Der Umgang mit diesen komplexen Entwicklungen erfordert eine Anpassung bisheriger Verhaltensweisen und Handlungsstrategien auf der Grundlage von fundiertem Sachwissen, Urteilsfähigkeit sowie Problemlösungskompetenz, z. B. in den Bereichen Umweltschutz, Risikovorsorge, Stadt- und Raumplanung, Wasserversorgung, wirtschaftliche Entwicklung und entwicklungspolitische Zusammenarbeit.
Die genannten Prozesse erhalten ihre Dynamik aus den Wechselwirkungen zwischen naturgeographischen Gegebenheiten und menschlichen Aktivitäten, das bedeutet, dass wir bei unserem Geographieunterricht eine Verknüpfung von naturwissenschaftlicher und gesellschaftswissenschaftlicher Bildung in den Mittelpunkt stellen.
Der spezielle Beitrag des Faches Geographie zur Welterschließung liegt in der Auseinandersetzung mit den Wechselbeziehungen zwischen Natur und Gesellschaft in Räumen verschiedener Art und Größe. Damit ist es zum einen das Schulfach, das sich zentral mit der Kategorie Raum beschäftigt, zum anderen verbindet es natur- und gesellschaftswissenschaftliches Wissen und ist somit Brückenfach zwischen diesen Wissenschafts- und Bildungsbereichen.
Leitziele des Geographieunterrichts sind demnach die Einsicht in die Zusammenhänge zwischen natürlichen Gegebenheiten und gesellschaftlichen Aktivitäten in verschiedenen Räumen der Erde und eine darauf aufbauende raumbezogene Handlungskompetenz.
Diesen Zielen folgend erhalten die Schülerinnen und Schüler im Geographieunterricht die Möglichkeit, Wechselwirkungen zwischen Natur und Gesellschaft (Wirtschaft, Politik, Soziales) an ausgewählten Raumbeispielen zu erkennen, die daraus resultierenden Strukturen, Prozesse und Probleme zu verstehen und Problemlösungen anzudenken. Dazu ist das Verständnis des Systems Erde, also der verschiedenen natürlichen Systeme und Teilsysteme der Geosphäre erforderlich.
Mit einem allgemeingeographischen Ansatz trägt der Geographieunterricht in besonderem Maße dazu bei, ein mehrperspektivisches, systemisches und problemlösendes Denken zu fördern.
Im Geographieunterricht erwerben die Schülerinnen und Schüler nicht nur räumliche Orientierungskompetenz, sondern analysieren Räume der Erde auf unterschiedlichen Maßstabsebenen, z. B. den Heimatraum, Deutschland, Europa und ausgewählte außereuropäische Regionen, unter verschiedenen Frage- bzw. Problemstellungen.
Sie erhalten dadurch neben den o. g. allgemeingeographischen Kenntnissen gleichzeitig grundlegende regionalgeographische Kenntnisse über Regionen, Staaten und Staatengruppen sowie die Möglichkeit, im Spannungsfeld zwischen lokal und global ein reflektiertes Heimatbewusstsein, ein Bewusstsein als Europäer sowie Weltoffenheit zu entwickeln.
Geographie ist traditionell ein methoden- und medienintensives Fach; Anschaulichkeit und Aktualität spielen in ihm eine große Rolle. Schülerinnen und Schüler haben die Gelegenheit, sich mit einer Vielzahl von traditionellen oder computergestützten Medien vertraut zu machen. Die Lernenden erwerben dadurch die Fähigkeit zum effektiven und reflektierten Umgang mit Medien; vor allem wird der Umgang mit Karten aller Art eingeübt. Schülerinnen und Schüler gewinnen darüber hinaus an Methodenkompetenz, die für selbstbestimmtes Lernen und Handeln unerlässlich ist.
Exkursionen und Projekte ermöglichen den Einbezug von außerschulischer Wirklichkeit und eigenen Handlungserfahrungen.
Das Fach Geographie leistet wesentliche Beiträge zu fachübergreifenden und fächerverbindenden Bildungsaufgaben. So ist die Geographie neben der Biologie das zentrale Fach der Umweltbildung. Schülerinnen. Daneben sind die entwicklungspolitische Bildung und das Interkulturelle Lernen besonders wichtige Anliegen des Geographieunterrichts.
Geographische Grundbildung ist mit ihren Zielen, Inhalten und Methoden wesentlicher Teil von Allgemeinbildung und schafft darüber hinaus Grundlagen für anschlussfähiges berufsbezogenes Lernen in zahlreichen Berufsfeldern, wie z. B. in den Bereichen Planung, Umweltschutz, Tourismus und Wirtschaftsförderung in öffentlicher und privater Hand.“

Stundentafel

Geographie wird nach der ab August 2012 am Gymnasium Heidberg geltenden Kontingentstundentafel in der Sekundarstufe I in den Klassen 5,  9 und 10 jeweils 2-stündig und in Klasse 7 3-stündig unterrichtet. Darüber hinaus liegt beim Globalisierungsprojekt, das alle 9. Klassen über einen Zeitraum von einer Woche durchführen, ein deutlicher Schwerpunkt auf dem Bereich Geographie.  In der Studienstufe (Sekundarstufe II) gibt es im laufenden Schuljahr je einen 2-stündigen Grundkurse (1x S 1/2, 1x S 3/4) und drei 4-stündige Profilkurse (1x S 1/2, 2x S 3/4)  in den Jahrgängen 11 und 12.

Hinweise zum Unterricht in der Sekundarstufe I und in der Sekundarstufe II

In der Sekundarstufe I arbeiten wir mit dem Lehrbuch TERRA Geographie für Gymnasium in Hamburg (Klett-Verlag), im Bereich der Sekundarstufe II greifen wir auf verschiedene Lehrwerke zurück, die unseren Schülerinnen und Schülern stundenweise im Unterricht zur Verfügung gestellt werden, darüber hinaus auch auf aufbereitete Unterrichtsmaterialien aus verschiedenen fachdidaktischen Zeitschriften. Auch auf das reichhaltige Angebot im Internet wird zurück gegriffen – allerdings stets mit der gebotenen kritischen Herangehensweise. Die Fachkonferenz hat mit dem Ziel, die Anforderungen in der Sekundarstufe I so transparent wie nur irgend möglich zu machen, schulinterne „Hinweise zur Leistungsbewertung im Fach Geographie in der Sekundarstufe“ ausführlich diskutiert und verabschiedet.

Die Fachschaft Geographie arbeitet im Unterricht kompetenzorientiert. Detailinformationen zu den Anforderungen und Erwartungen enthält das Kompetenzraster, das im Sinne eines so genannten Spiralcurriculums  für die verschiedenen Klassen-/Jahrgangsstufen abgestuft entwickelt ist und Schülerinnen und Schülern sowie Eltern die Bewertung noch transparenter macht. Hier haben wir uns auch an den fachübergreifenden Absprachen orientiert, die im Rahmen der Unterrichtsentwicklung am Gymnasium Heidberg getroffen worden sind. Grundlegende Informationen zum Unterrichtsgang im Verlauf der Sekundarstufe I – auch unter differenzierterer Darlegung von Inhalten – haben wir im Schulspezifischen Curriculum Geographie für die Sek. I zusammengetragen.

Mit dem Unterricht in der Studienstufe stellen wir sowohl im Grundkurs als auch im Profilkurs sicher, dass unsere Schülerinnen und Schüler sorgfältig und umfassend auf die Anforderungen in der schriftlichen Abiturprüfung vorbereitet werden. Die Vorgaben des so genannten A-Heftes (A-Heft fürs Abitur 2020, A-Heft fürs Abitur 2021) werden dabei beachtet.

Hinweise zu den schriftlichen Lernerfolgskontrollen (Klassenarbeiten, Tests, etc. –> Anzahl, Wertigkeit für die Gesamtzeugniszensur, …)

Im Fach Geographie wird je Halbjahr eine schriftliche Lernerfolgskontrolle geschrieben, zusätzlich können auch schriftliche Hausaufgaben oder die Mappen-/Heftführung (Arbeitsportfolio) in den Bereich der schriftlichen Zensur einbezogen werden. Kriterien für den Bereich der mündlichen Leistungen sind u.a. die Mitarbeit (Quantität), die Inhalte in Bezug auf Raumkompetenz, Fachwissen und Ausdrucksfähigkeit beim Vorbringen von Wortbeiträgen (Qualität), die Eigenständigkeit beim Herangehen an Arbeitsaufträge, die Teamfähigkeit, das allgemeine Arbeitsverhalten und kleinere Hausaufgaben von Bedeutung. Bei der Zusammenfassung von schriftlichen und mündlichen Leistungen zur Zeugnisnote darf das Schriftliche nicht überwiegen. Die „Richtlinie für schriftliche Lernerfolgskontrollen in allgemeinbildenden Schulen (Klassen 3 bis 10)“ gilt in der aktuellen Fassung aufgrund der Neuzuordnung der Bildungspläne für die einzelnen Jahrgangsstufen (vgl. weiter unten) für die jahrgangsstufe 5, 7 und 9.
In den 4-stündigen Profilkursen der Studienstufe werden pro Schuljahr drei Klausuren geschrieben, deren Ergebnisse die Zensur für den schriftlichen Bereich ergeben. In den 2-stündigen Grundkursen wird je Semester nur eine Klausur geschrieben. Die schriftliche Note darf nicht überwiegen. Eine der schriftlichen Leistungen (je Schuljahr) kann auch durch eine Präsentationsleistung abgedeckt werden (vgl. hier).

Hinweise zu den Profilreisen im Profilbereich „Dynamische Erde“

Die Profilkurse des Profilbereichs „Dynamische Erde“ machen in ihrem 3. Semester der Studienstufe (als im ersten Halbjahr der 12. Klasse) eine Profilreise. Die Profilreisen dienen generell dazu, im Unterricht Erarbeitetes mit der Anschauung vor Ort zu verknüpfen und – je nach Fachrichtung – auch methodisch vor Ort zu arbeiten. Folgende Profilreisen hat es bisher gegeben:

Im Verlauf der jeweiligen Reise werden Themen aus den am Profil beteiligten Fächern Geographie und Geologie einbezogen. Die Profilreisen bieten auch die Gelegenheit, die Arbeit vor Ort für eine so genannte Besondere Lernleistung durchzuführen.

Links zu weiterführenden Informationen

Bildungsplan für die Sekundarstufe I des Gy8
http://www.hamburg.de/contentblob/2373304/data/geographie-gym-seki.pdf

Bildungsplan Gymnasiale Oberstufe (Sek. II)
http://www.hamburg.de/contentblob/1475200/data/geographie-gyo.pdf
Der Bildungsplan für die Studienstufe II ist Arbeitsgrundlage seit dem Schuljahr 2009/2010 und ohnehin nur noch für den Geographieunterricht im Wahlbereich (Grundkurse in Jg. 11 und 12) unserer Schule von Bedeutung .
Geographie ist in der so genannten Profiloberstufe im Profil 2 („Dynamische Erde“) Profilfach. Eigens für den gesamten Profilbereich ist ein schulspezifisches Curriculum entwickelt worden, das nach der Beschlussfassung der Behörde für Schule und Berufsbildung bzgl. des Zentralabiturs entsprechend modifiziert wird.

Bildungsstandards im Fach Geographie für den Mittleren Schulabschluss (DGFG)
http://https://geographie.de/wp-content/uploads/2014/09/geographie_bildungsstandards.pdf

Abitur in Geographie

Zuletzt geändert am 21. August 2019