Erster Vorlesewettbewerb in Spanisch: Teilnahme am Landesentscheid

Nachdem im Februar zum ersten Mal der Vorlesewettbewerb Spanisch am Gymnasium Heidberg stattgefunden hatte, hatten die Gewinner des Schulentscheids am 23. April 2018 die Möglichkeit, am Finale im Instituto Cervantes teilzunehmen.
Melek Büyüksoy aus der Klasse 6a vertrat das Gymnasium Heidberg erfolgreich und erhielt eine Anerkennungsurkunde für ihre Leistung. Die als Zweitplatzierte aus dem Schulentscheid hervorgegangene Schülerin war kurzfristig eingesprungen, nachdem die Erstplatzierten Lucian Alonso (7d) und Alpay Loose (6d) aufgrund anderer wichtiger Termine verhindert waren.
Paula Haack (9c), Austauschschülerin aus Valencia, unterstütze die Jury des Landesentscheids tatkräftig als Schüler-Jurorin. Sie hatte bereits am Schulentscheid als Jurorin mitgewirkt.
Insgesamt 41 Schulen aus Hamburg nahmen an dem Vorlesewettbewerb Spanisch „Leo, leo – ¿qué lees?“ teil. Dieser wurde im Schuljahr 2017/18 zum ersten Mal durchgeführt. Initiatoren des Wettbewerbs sind der Arbeitsbereich Spanisch im Institut für Lehrerbildung und Schulentwicklung sowie das spanische Kulturinstitut Instituto Cervantes.

Simulation des UN-Sicherheitsrates bringt Weltpolitik ins Klassenzimmer

Am Montag, dem 25. Juni, verwandelte sich der Klassenraum des S 1-Medienprofils kurzerhand in den Sitzungssaal des Weltsicherheitsrates der Vereinten Nationen. Statt des regulären PGW-Unterrichts bei Frau Frank wurden die Schülerinnen und Schüler selbst aktiv und schlüpften in die Rollen von Diplomatinnen und Diplomaten der ständigen und nichtständigen Mitgliedstaaten. Aus den verschiedenen Perspektiven heraus diskutierten die Schülerinnen und Schüler über den nordkoreanischen Atomkonflikt.Nachdem aufgrund der Annäherung zwischen den USA und Nordkorea zunächst die Abschwächung der zu Anfang des Jahres verhängten Sanktionen gegen Nordkorea im Mittelpunkt stand, verlangte eine sich plötzlich ereignende Krise das rasche Handeln der jungen Diplomat/-innen. Wie der Delegierte Japans dem Gremium mitteilte, war eines seiner Forschungsschiffe von Nordkorea gekapert worden. Nun lag es an den Schüler/-innen, eine adäquate Antwort auf diesen Verstoß gegen das Völkerrecht zu finden, um den Weltfrieden zu wahren.Begleitet wurde die Simulation von Tobias Seuring, der als Student der Politikwissenschaft die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V. (DGVN) ehrenamtlich unterstützt. Die DGVN hat in Kooperation mit dem Jungen UNO-Netzwerk (JUNON) das Projekt „UN im Klassenzimmer“ gestartet. Ziel der Simulationen ist es, das Bewusstsein der teilnehmenden Schüler/-innen für andere Kulturen, internationale Politik und Konflikte, Toleranz und Werte zu stärken.

Erholsame Sommerferien

Das Gymnasium Heidberg wünscht allen Schülerinnen und Schülern, Eltern und dem gesamten Mitarbeiterteam schöne und erholsame Sommerferien!

Der erste Schultag nach den Ferien ist Donnerstag, der 16. August 2018. Für die Klassen 6–10 wird der Donnerstag mit einer Klassenlehrerstunde (1./2. Stunde) beginnen, für das S 1 (1. Stunde) und das S 3 (2. Stunde) mit einer Vollversammlung in der Pausenhalle. Die Schülerinnen und Schüler des S 1 haben in der 2. Stunde eine Klassenlehrer-/Tutorenstunde.

Von der 3.–6. Stunde findet Unterricht nach Plan statt, Nachmittagsunterricht gibt es am 16. August noch nicht.

Am Freitag, den 17. August 2018, findet Unterricht nach Plan für alle Klassen und Kurse statt, der Pausenverkauf ist geöffnet, Mittagessen wird angeboten (vgl. hier).

Weitere Informationen zum Schulstart nach den Ferien erscheinen an dieser Stelle gegen Ende der Sommerferien.

Die Einschulung der neuen Fünftklässler findet am Montag, den 20. August 2018, statt. Beginn ist 10:00 Uhr. Der Pausenverkauf ist geöffnet, Mittagessen wird nicht angeboten. Ab Dienstag, den 21. August 2018, ist die Pausenhalle wieder uneingeschränkt zu nutzen.

NDR-Journalisten geben im Medienprofil Einblicke in ihren Beruf

Wir verlassen uns in den meisten Fällen darauf, dass das, was wir in den Medien lesen oder hören, der Wahrheit entspricht. Dabei vergessen wir jedoch oft, dass hinter Sendern wie ARD oder ZDF auch nur Menschen stecken, die versuchen, uns in schnellstmöglicher Zeit die aktuellen Nachrichten der Welt zu vermitteln. Wenn es hier zu Fehlern kommt, dann verbreiten sich diese schnell. Diese Falschmeldungen sind allerdings nicht zu verwechseln mit Fakenews.

Dieses Phänomen und andere interessante Fakten zum Beruf des Journalisten haben uns  im PGW-Unterricht von Frau Frank die zwei Journalisten Carolin Fromm und Christian Deker nähergebracht. Die beiden Hamburger haben uns unter anderem erzählt, wie sie zum Journalismus und zu dem Sender NDR gekommen sind.

Nach einem Austausch über die modernen Medien und welche wir als Informationsquelle nutzen, haben sie eine kleine Übung mit uns durchgeführt, in welcher wir in drei Minuten eine Nachricht zu einer Katastrophe verfassen sollten, während wir einen Auszug der Pressekonferenz zu dem Thema geschaut haben. Wir alle haben gemerkt, dass es gar nicht so leicht ist, in kürzester Zeit eine Nachricht zu produzieren. Da kann es schnell zu Falschmeldungen kommen. Zudem müssen die W-Fragen beantwortet und zum Schluss die Quellen angegeben werden. Natürlich darf keine Wertung miteinfließen – in so kurzer Zeit ist das viel, woran man denken muss. Puh!

Mit dem Motto „Be first, but first be right“ („Sei der erste, aber sei erst richtig“) ist also nicht zu spaßen, besonders wenn man bedenkt, welche Auswirkungen Nachrichten haben können. Auch die Journalisten selbst geraten so unter Beschuss. Im Gegensatz zu solchen Falschmeldungen basieren Fakenews nicht auf Missverständnissen oder Interpretationsfehlern, sondern sind Nachrichten, die mit der Intention produziert worden sind, falsche Informationen zu verbreiten und mit Absicht die Fakten zu verdrehen. Genutzt werden Fakenews zum Beispiel zur politischen Propaganda.

Auch Berichterstattungen über sensible oder skandalöse Themen können Journalisten in die Enge treiben – insbesondere in Ländern, in denen die Pressefreiheit nicht garantiert wird. Deshalb ist es auch leider weiterhin so, dass Journalisten in vielen Teilen der Welt bedroht, inhaftiert oder sogar getötet werden. In Deutschland ist diese Rate zum Glück ziemlich niedrig – die deutschen Medien sind mit die freisten der Welt. Trotzdem sind Journalisten, die hier arbeiten und leben vorsichtig. Christian Deker gibt an, seinen Wohnort versteckt zu halten. Er hat bei Projekten wie den „Panama Papers“ mitgewirkt, die große Schlagzeilen verursacht haben und Länder betreffen, in denen die Pressefreiheit eingeschränkt ist.

Der Beruf des Journalisten ist also nicht nur aufregend und abwechslungsreich, sondern birgt auch viele Risiken und ist in einigen Ländern sogar gefährlich. In der Unterrichtsstunde konnten wir einen guten Einblick in diesen Berufszweig erlangen und haben einige spannende Dinge erfahren. Wir als Kurs denken, dass es ein sehr interessanter Vortrag war, der sich definitiv gelohnt hat!


Hannah Lapiz (S 2, Medienprofil)

Berlin – Abschlussfahrt der 10a

Hamburg/Berlin, 28.- 30. Juni 2018 – „Geschichte, Politik, Kultur und Abschlussfahrt – verträgt sich das?“ Die anfängliche Skepsis der 10a überwog noch am Donnerstag, unserem Ankunftstag: Kaum hatten wir die Jugendherberge Ostkreuz erreicht und (nur) unser Gepäck abgestellt, als wir schon loszogen, um die Stadt zu erkunden, denn am Nachmittag stand ein Besuch in der Gedenkstätte Hohenschönhausen, also im ehemaligen Stasi-Untersuchungsgefängnis, auf dem Plan. Wir verschafften uns also vorher ein „Gefühl mit den Füßen“ für das Ausmaß der Teilung Berlins während des Kalten Kriegs und deren Auswirkungen für die Menschen: Ein Besuch an der Bernauer Straße zwischen den Stadtteilen Prenzlauer Berg im Süden und Pankow im Norden, entlang derer u. a. die Mauer verlief und die entlang des ehemaligen „Todesstreifens“ eine Fotoausstellung zeigt, brachte uns die unvorstellbare und brutale Teilung der Stadt mit dem Mauerbau zwischen Bundesrepublik und DDR 1961 näher. Der anschließende Besuch in der Gedenkstätte Hohenschönhausen zeigte die unmenschlichen Facetten der Stasi-Überwachung und der totalen Kontrolle über ein Volk, das nicht mehr in seinen Landesgrenzen eingesperrt sein wollte. Am Abend waren wir bei der guten Aufnahme in der modernen und gastfreundlichen Jugendherberge genug erholt, sodass sich „Tanzwillige“ im Szene-Stadtteil Friedrichshain in einem speziell für Klassenfahrten eingerichteten Club-Event ungestört im Berliner Nachtleben austoben konnten – „Lehrerbetreuung inklusive“.

Der Freitag stand ganz im Zeichen aktueller Politik: Wir verfolgten eine Bundestagsdebatte zu den Themen „Zukunftsfähigkeit Deutschlands – Bildung und Forschung“, in der das brisante Thema der notwendigen Digitalisierung und entsprechender Ausstattung der Schulen und Ausbildung der Lehrer von allen Parteien beleuchtet wurde. Anschließend sprach der Minister des Auswärtigen, Heiko Maas, über den Antrag auf Deutschlands Mitgliedschaft im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen, der anschließend von verschiedenen Parteien kommentiert und diskutiert wurde – wir konnten im Plenarsaal „fühlen“, wie Demokratie im Diskurs miteinander entsteht und wie Politik gemacht wird. Anschließend besuchten wir nach Besichtigung der Kuppel des Reichstagsgebäudes den jungen Wahlbezirk-Abgeordneten für Langenhorn, MdB Dr. Christoph Ploß (CDU), der uns in einer Stunde reservierter Interview-Zeit Fragen zur aktuellen Lage deutscher und europäischer Politik aus seiner Sicht beantwortete und zum Lunch in die Besucherkantine einlud.

Nach anschließendem Besuch des nahegelegenen Brandenburger Tors, des Holocaust-Denkmals und dem nach der Wende neu gestalteten Potsdamer Platzes blieb auch Zeit für private Stadterkundung in Kleingruppen.  Abends besuchten wir noch die in der Nähe unserer Unterkunft gelegene Kunst- und Geschichtsstätte der „East Side Gallery“, in der Künstler sich nach der Wiedervereinigung auf einem 1,2 km langen Mauerstück verewigt hatten und ihre Haltung zu Trennung und Wiedervereinigung zum Ausdruck brachten – eindrucksvoll! Einige Abenteuerlustige aus unserer Reisegruppe nahmen später noch einmal den weiten Weg auf sich und nutzten das Angebot der Multivisions-Lichtshow nach Sonnenuntergang am Bundestag vom Spree-Ufer aus, das die Geschichte Berlins und das keinesfalls selbstverständliche Ringen um und Leben mit Demokratie in unserem Land auf sehr ansprechende Art deutlich macht.

Abschließend kann man sagen: Ja, „Berlin bringt’s“ … – gerade und unbedingt für junge Menschen mit dem „TripleX-Factor“ aus Geschichte, Politik und Kunst!  Die anfängliche Skepsis ist am Ende deutlicher Begeisterung gewichen.

Reisebegleiter: Sonja Uher und Matthias Wulf