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Geologie

Geologie unterrichtende Lehrkräfte

• Tobias Rupp (Rp)
• Wolfgang Fraedrich (Fd)
• Fachleiter und Ansprechpartner für das Fach Geologie am Gymnasium Heidberg ist Tobias Rupp.

 

Geologie am Gymnasium Heidberg

Geologie gehört nicht zum Standardangebot im Fächerkanon an Hamburger Schulen. Seit August 1983 ist dieses Fach am Gymnasium Heidberg im Angebot. Nach wie vor ist das Gymnasium Heidberg die einzige Hamburger Schule, an welcher Schülerinnen und Schüler Geologie als eigenständiges Fach belegen können. Außerhalb von Hamburg wird Geologie in Deutschland nur in Baden-Württemberg und Bayern an jeweils ein paar Dutzend Gymnasien als Oberstufenwahlfach angeboten.

Von 1986–2009 war Geologie am Gymnasium Heidberg auch als Prüfungsfach (P 3 oder P 4) zugelassen, was aufgrund der Vereinbarungen der Kultusministerkonferenz seitdem nicht mehr möglich ist, da es für Geologie keine (bundes–)einheitlichen Prüfungsanforderungen für das Abitur (EPA) gibt. Die Notenpunkte-Ergebnisse der vier Semester können von den SuS aber in den Prüfungsblock 1 der Oberstufe eingebracht werden.

Geologie-Kurse werden nur auf grundlegendem Niveau (gA) im Wahlpflichtbereich angeboten.

 

Geologie ist nicht nur Erdgeschichte und auch nicht nur „Steinkunde“

Die Geologie ist zwar die Wissenschaft, die sich u. a. mit der erdgeschichtlichen Entwicklung beschäftigt, aber neben den zurückliegenden werden auch die aktuellen und möglichen zukünftigen Prozesse und Strukturen zur Behandlung aufgegriffen, die sich über oder unmittelbar unter der Erdoberfläche vollziehen. Beispiele wären Vulkanismus, Rohstofflagerstätten oder auch Grundwasserbildung und –nutzung.

Grundlagen zur Entstehung von Gesteinen werden natürlich mit Hilfe von konkreten Gesteinshandstücken besprochen und in den Gesteinskreislauf eingebettet, im Sinne einer Vertiefung der groben Grundlagen aus dem Geographie-Kurs der Jg. 10.

Allerdings benötigt dieser gesteinskundliche Durchgang etwa 4 Stunden (nach Dalton-Stunden-Konzept) bei insgesamt 4 Semestern Geologie-Unterricht mit einer Stunde pro Woche. Die gängigen Stereotypen wie „man schaut sich in Geologie nur Steine an“ gehen also meilenweit an der Realität des Geologie-Unterrichts vorbei. Das wäre so, als ob man sagen würde: „in Biologie wird jede Woche über zwei Jahre nur mikroskopiert“.

Das Themenspektrum im Geologie-Kurs entspricht nach modernem fachwissenschaftlichem Verständnis inhaltlich eher dem Begriff „Geowissenschaften“. Die Geologie bildet darin quasi den „Kern-Teilbereich“, aber es gibt zum Beispiel auch noch Paläontologie und Mineralogie als geowissenschaftliche Teilbereiche sowie bestimmte Aspekte aus der Klima- und Ozeanforschung, die im Geologie-Kurs relevant werden.

 

Angestrebte übergeordnete Ziele des Fachunterrichts

In der Schule geht es darum, Grundzusammenhänge geologischer Betrachtungs- und Forschungsrichtungen nachzuvollziehen und verstehen zu lernen. Dazu ist es notwendig, bestimmte geologische Grundtatsachen (so genannte Fakten) zu kennen, doch wir wollen uns nicht auf das bloße Auswendiglernen beschränken. Viel wichtiger und viel interessanter ist es, Geologen »auf der Spur« zu sein. Wir können mit unseren Mitteln selbstverständlich keine neuen Erkenntnisse erarbeiten, wir können aber versuchen, geologische Denkweisen nachzuvollziehen und uns diese Schritt für Schritt bewusstmachen.

Besondere Grundkenntnisse oder Voraussetzungen sind nicht erforderlich, um erfolgreich arbeiten zu können, wohl aber sollte ein wenig Interesse an naturwissenschaftlichen Fragestellungen bestehen. Denn: Geologie ist eine Naturwissenschaft, die naturwissenschaftlich basierten Geowissenschaften, zu denen die Fachwissenschaft Geologie gehört, stellen die Bezugswissenschaften für das Unterrichtsfach dar.

Das Fach Geologie ist somit dem dritten Aufgabenfeld (mathematisch-naturwissenschaftliches Aufgabenfeld) zugeordnet. Der Grundkurs soll eine Einführung bzw. einen Überblick über geowissenschaftliche Themenfelder ermöglichen, der im Unterricht der „klassischen“ Fächer bzw. Pflichtfächer nicht möglich ist.

 

Geologie und forschendes Lernen

Seit 1996 nehmen Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Heidberg mit zum Teil sehr großem Erfolg am Wettbewerb „Jugend forscht“ teil. Viele von ihnen nehmen bereits zum wiederholten Mal an einem solchen Wettbewerb teil, nachdem sie in die Sekundarstufe II gekommen sind, denn sie haben bereits Erfahrungen mit der Teilnahme an „Schüler experimentieren“ gemacht.
Dieser Wettbewerb ist eine ideale Plattform für alle diejenigen, die zusätzlich zum Unterrichtsangebot Geologie eine weitere Herausforderung in diesem Fachgebiet suchen.
Geowissenschaftlich ausgerichtete Wettbewerbsarbeiten basieren auf empirisch-analytischen Forschungsansätzen und bieten so die Möglichkeit, in besonderem Maße methodisch zu arbeiten. Dies mit einer Intensität und Genauigkeit, die der Standardunterricht nicht ermöglicht. Vor allem auch die Kooperation mit Universitäten und wissenschaftlichen Instituten schafft eine Plattform für wissenschaftspropädeutisches und zum Teil regelrecht wissenschaftliches Arbeiten, die ihresgleichen in der Hamburger Schullandschaft sucht. Die Wettbewerbsteilnahme stellt also für besonders interessierte und engagierte sowie für leistungsstarke Schülerinnen und Schüler eine Ergänzung zum Unterricht dar.

Aufgrund der aktuell begrenzten Betreuungskapazitäten am Gymnasium Heidberg wird empfohlen, die Betreuung im Schülerforschungszentrum Hamburg in Anspruch zu nehmen.

 

 

 

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