St. Petersburg 2011

HINWEIS: Am Ende dieser Seite folgt der Artikel vom Gegenbesuch im August 2011.

Tolle Tage und weiße Nächte: Austausch mit Sankt Petersburg.

Am Donnerstag, den 16. Juni, trafen wir uns um 9:00 Uhr am Flughafen, um gemeinsam den Flug zum Flughafen Pulkovo anzutreten. Nach einem angenehmen Flug und einem nicht unspektakulären Durchstartemanöver wurden wir am Flughafen mit einer Stunde Verspätung von unseren Familien in Empfang genommen. Den restlichen Tag verbrachten wir damit, uns mit den Familien bekannt zu machen und uns für die nächste Woche einzurichten.

Am Freitagmorgen trafen wir uns in der Schule Nr. 72 und wurden von der Schulleiterin in St. Petersburg herzlich willkommen geheißen. Für diesen Tag stand ein Besuch des Katharinenpalastes im Vorort Puschkin auf dem Programm. Mit dem Bus fuhren wir dorthin und konnten uns den riesigen Park ansehen, während wir auf eine Führung warteten. Das Schloss war wirklich sehr schön und vor allem das Bernsteinzimmer, welches in mühseliger und langjähriger Arbeit rekonstruiert wurde, war beeindruckend.
Am Abend wollten wir ein Fußballspiel gegen unsere Austauschpartner machen, doch aufgrund eines Missverständnisses (nicht alle Schüler eines Sportgymnasiums können automatisch toll Fußball spielen!) mussten wir gegen die Schulmannschaft antreten. Das Spiel verloren wir, mit einem Ehrentor, mit 17:1. Wir hatten dennoch viel Spaß beim Spiel und planten eine Revanche, die wirklich gegen unsere Austauschpartner stattfinden sollte.

Am Samstag, einem verregneten Tag, haben wir mit dem Bus eine Tour durch die Innenstadt von St. Petersburg gemacht. Bei den Denkmälern und Sehenswürdigkeiten hielt der Bus an und wir konnten uns umschauen, Souvenirs kaufen und Fotos machen.

Am Sonntag hatten wir kein Programm und konnten etwas mit unseren Familien oder den anderen Austauschpaaren unternehmen. Ich war mit einigen Freunden bei einem riesigen Supermarkt, „Okei“, für ein Picknick an einem See einkaufen. Wir waren auf dem See Boot fahren und das Essen war gut, nur leider war das Wetter etwas wechselhaft. Wir wurden mitten auf dem See von einem Schauer überrascht. Dennoch war es ein gelungener Tag  . . .

Am Montag fuhren wir, etwas übermüdet vom Vortag, mit dem Bus zum 50 km entfernten Peterhof. Dort hatte Zar Peter seine Sommerresidenz mit einem unbeschreibbar großen Park. Der Peterhof liegt direkt an der Ostsee, also genossen wir die frische Seeluft, die gut tat, nach den vier Tagen in der Stadt.

Besonderen Spaß dort haben die Spaßfontänen gemacht, die einen unerwartet nass spritzen  . . .  . Mit nassen Klamotten setzten wir uns in den Bus und fuhren zurück nach Petersburg.

In den Familien zogen wir uns sportliche Klamotten an, bekamen wieder reichlich Essen angeboten und gingen auf den Sportplatz der Schule 72, um uns zu revanchieren. Das hat leider auch nicht wirklich gut geklappt. Wir verloren auch dieses Spiel, diesmal aber nur mit 5:3.

Am Dienstag fuhren wir mit der Metro ins Stadtzentrum um die Ermitage zu besuchen, ein riesiges Museum für Gemälde. Dort machten wir eine Rallye, in der es um die Werke der Künstler und die Geschichte von Petersburg ging. Um 15 Uhr waren wir befreit und hatten den restlichen Tag zur freien Verfügung. Ich war mit meinem Austauschpartner und einigen anderen Hamburgern Billard spielen und bei einer russischen Fastfoodkette, die bessere Burger macht als McDonalds oder Burgerking.

Am Mittwoch unternahmen wir eine Fahrt durch die vielen Kanäle der Stadt. Nicht umsonst heißt St. Petersburg auch „Venedig des Nordens“.

Leider waren die Kommentare der Leiterin in viel zu schnellem und durch das Mikrofon unverständlichem Russisch gesprochen, also hörten wir Musik und genossen die schönen Häuserfassaden und die Sonne.

Danach besuchten wir eine russisch-orthodoxe Kathedrale, deren Wände und Decken komplett mit Mosaiken bedeckt waren. Die Führung dort übernahmen Deutsch-Schüler der Schule 72. Ein besonderes Privileg war, dass wir die Kirche alleine besuchten und nicht von anderen Touristen gestört wurden.

Am Donnerstag war Abreisetag. Um fünf Uhr wurde ich von meiner Gastmutter geweckt. Sie hatte für mich ein großes Abschiedsfrühstück vorbereitet. Gut gesättigt ging es im Auto über viel befahrene Straßen und die Autobahn zum Flughafen. In der Halle verabschiedeten wir uns von unseren Austauschpartnern und den Eltern.

Nach zweieinhalb Stunden Flugzeit landeten wir mit 15 Minuten Verspätung wieder in der Heimat. Schnell durch die Passkontrolle, die Koffer vom Band genommen, und wir waren in der Ankunftshalle, wo wir von unseren Eltern abgeholt wurden. Schnell waren wir weg, froh zu Hause zu sein, aber auch mit neuen, interessanten Eindrücken aus Russland. Wir freuen uns, wenn die Russen uns im August besuchen werden!

Noah Kohlbrecher 

20.-27. August 2011: Der Gegenbesuch unserer Austauschpartner aus St. Petersburg

„добро пожаловать!“ Mit diesen Worten begrüßten am Sonnabend Morgen 15 Hamburger Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrerinnen Katja Heumann und Pamela Echkina ihre russischen Austauschpartner aus St. Petersburg am Flughafen Fuhlsbüttel. Eine Woche lang werden die Russen in den Familien ihrer deutschen Austauschpartner wohnen und leben. Auf dem Programm stehen neben der Teilnahme am deutschen Schulunterricht auch zahlreiche Ausflüge, bevor die Gruppe in einer Woche die Heimreise antreten wird. Bereits seit zehn Jahren besteht die Kooperation zwischen dem Hamburger Heidberg-Gymnasium und der Schule Nr. 72 in St. Petersburg.

Die Schüler können an einem dreistufigen Austauschprogramm teilnehmen, welches in der neunten Klasse mit einem Sprachaustausch beginnt. Zuerst besuchen die deutschen Teilnehmer in der Regel ihre russischen Partner, bevor diese kurz nach den Sommerferien ihre Reise nach Deutschland antreten. In der zehnten Klasse folgt das erfolgreiche Theaterprojekt, bevor in der 12. Klasse abschließend das kulturhistorische Projekt angeboten wird. Die Schüler haben so die Möglichkeit insgesamt drei Mal nach Russland zu reisen und im Gegenzug ihre russischen Freunde in ihrer Heimat zu empfangen. So entstehen internationale Freundschaften.

Text und Foto erschienen im Hamburger Wochenblatt (Ausgabe vom 23. August 2011 für die Stadtteile Langenhorn, Fuhlsbüttel und Hummelsbüttel)

[hier online zeitlich begrenzt abrufbar]

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