Mit Erasmus+ in Island

von | Sep 3, 2022 | Aktuelles, Allgemeines

Elf Schülerinnen und Schüler der S 3-Profile International Relations and Communication, Dynamische Erde und Blick aufs Leben, ihre Klassenleitungen und Schulleiter Johannes Wulf waren vom 28.08.–02.09.2022 auf einer Island-Reise, die im Rahmen eines Erasmus+-Programms durchgeführt worden ist.

Das Erasmus+-Team vor dem Seljalandsfoss in Südisland

Das Gymnasium Heidberg hat das Programm durch zwei inhaltliche Schwerpunkte bewilligt bekommen:

  1. Aufbau eines Kontakts mit einer Schule in Island,
  2. Schülerinnen und Schüler forschen zu naturwissenschaftlichen und gesellschaftswissenschaftlichen Themen.

Darüber hinaus ging es ganz einfach auch darum, das Besondere dieses Landes, vor allem seine außergewöhnliche Natur, erleben zu können.

Ein bisher ganz lose bestehender Kontakt zur Kvennaskólinn in Island, dem ältesten Gymnasium in Reykjavík (1874 gegründet), soll intensiviert werden (Lage vgl. hier). Bei einem Besuch der Schule gab es einen ersten Austausch mit Schulleiterin Kolfinna Jóhannesdóttir und ihrer Kollegin Auður Þóra Björgúlfsdóttir, die für die internationalen Beziehungen der Schule zuständig ist. Darüber hinaus hatten wir als Gäste die Möglichkeit, in verschiedenen Fächern zu hospitieren, um so auch mit den Schülerinnen und Schülern und ihren Lehrkräften ins Gespräch zu kommen, und wir bekamen eine Führung durch die verschiedenen Schulgebäude, die zwar dicht beieinander an einem Standort im Zentrum von Reykjavík liegen, aber jeweils einen völlig unterschiedlichen Ursprung haben. Beeindruckend war, dass die Digitalisierung erheblich weiter vorangeschritten ist, als bei uns. Flächendeckendes W-LAN für alle, Arbeit nach dem Motto „Bring your own device“ (Laptop, Tablet, Smartphone), Präsentationsgeräte der neuesten Generation und Unterricht, der über den Klassenraum hinaus in Flure mit Sitzecken ausgeweitet wird, gehören zum Schulalltag. Aber ebenso wie das Gymnasium Heidberg kämpft auch die Kvennaskólinn mit einer akuten Raumnot.

Blick auf das alte, unter Denkmalschutz stehende Hauptgebäude der Kvennaskólinn

Die Kvennaskóllin, bis Mitte der 1970er-Jahre eine reine Mädchenschule (Kvennaskólinn heißt übersetzt Frauenschule), ist eine sog. Upper Secondary School, die von ca. 650 Mädchen und Jungen im Alter von 16–19 Jahren besucht wird, der überwiegende Teil sind nach wie vor Mädchen. Wer mehr über die pädagogischen Rahmenbedingungen einer Upper Secondary School in Island erfahren möchte, findet das Curriculum hier.

Unsere Schülerinnen und Schüler arbeiten zu verschiedenen Themen:

Stadtentwicklung von Reykjavík (oben links), Vulkanausbruch – Fluch oder Segen (oben rechts), Leben in heißen Quellen (unten links), Geothermische Energie (unten rechts)

Die vier Fotos stehen stellvertretend für die verschiedenen inhaltlichen Zielrichtungen der Schülerprojekte. Vor Ort ging es darum, möglichst viele Eindrücke zu gewinnen und Beobachtungen zu dokumentieren, zum Teil auch Proben für spätere Laboranalysen zu nehmen. Die Ergebnisse werden durch das Studium von Literatur vertieft und später schließlich in einem Projektbericht präsentiert.

Alles in allem war es eine sehr gelungene Reise. Auch der zum Teil starke Regen, der alle mehr oder weniger zweimal komplett durchnässt hat, hat uns nicht von der Arbeit abhalten können und auch nicht die Freude am Erleben der isländischen Natur und Kultur nehmen lassen.

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