Wir sagen nein …,

… NEIN zu Scientology!

Wir sind „raw meat“ – wir sind „rohes Fleisch“. Wir, drei Philosophiekurse plus ein Religionskurs des Jahrgangs 10, sitzen in unserer Aula und warten auf Frau Caberta. Frau Caberta ist die Leiterin der Arbeitsgruppe Scientology der Hamburger Innenbehörde und durch ihr fundiertes Wissen, was Scientology angeht, ist sie die Scientology-Expertin schlechthin. Um 14.15 Uhr kommt sie in der Aula an, setzt sich an den Tisch vor der Bühne und fängt sofort an zu erzählen …

Wir sagen neinWas Scientology tut, über das Anwerben neuer Mitglieder, die Geldabzocke, die Versprechen die gegeben werden, Tom Cruise‘s Mitgliedschaft, über den Gründer von Scientology, die Ideologie, die er erschaffen hat, und den Wahnsinn, der dahinter steckt.

Im Philosophieunterricht während des letzten halben Jahres, haben wir über Sekten gesprochen, Referate ausgearbeitet, hinter die Systematik einer Sekte geguckt. Über Scientology hatten wir nicht allzu viel geredet. Obwohl bei dem Begriff „Sekte“ doch jeder sofort an Scientology denkt. Dennoch, Scientology eine Sekte zu nennen, ist so nicht ganz richtig. Darüber wird viel diskutiert, ob es nun eine Kirche, eine Glaubensgemeinschaft oder einfach eine Organisation ist. Aber: Darauf geht Frau Caberta bei unserer Gesprächsrunde nicht weiter ein. Scheint auch weniger wichtig, bei all den Anekdoten und Tatsachen, von denen sie zu erzählen hat.

Wir werden z.B. darüber aufgeklärt, dass so viel Ungeahntes hinter oder vielmehr in einem Gebäude steckt –  wie in dem der „Scientology-Kirche“ in Hamburg in der Domstraße.

Dass im Inneren Kurse abgehalten werden, die nichts mehr mit freier Meinungsäußerung, mit freier Denkweise und freien Ansichten zu tun haben, die ja Scientology nach außen immer für sich beansprucht. Und das gerade dies so gefährlich an Scientology ist. Man wird dort umgepolt, einer Gehirnwäsche unterzogen. Man „lernt“ scientologisch zu denken. Grob erklärt sagt die Ideologie der Scientologen: „Es gibt zwei Arten Menschen, die Sozialen und die Antisozialen“.

Wer hier wer ist, sollte klar sein. Scientologen gleich sozial, der Rest: antisozial. Die Antisozialen sollen sozial, also Scientologen werden. Übersetzt in die Wahrheit der Scientologen heißt das: je mehr Mitglieder, desto mehr Geld, um mit beidem die scientologische Ideologie in die Gesellschaft zu bringen und zu verankern. Sie wollen Macht. Sie sind menschenverachtend und sie sind verfassungsfeindlich. Und das macht sie so gefährlich. Damit kommen wir zum „rohen Fleisch“. Zu uns – die wir keine Scientologen sind. Wir sitzen hier und werden gewarnt, gewarnt, vor dem Weltumkremplungs-Wahn. Wir bekommen Einblicke. Der größte Teil der Menschen aber kennt sich viel zu wenig aus mit Scientology. Sie und auch wir sind potenzielle Mitglieder, obwohl wir Einblicke bekommen haben. Wir sind „rohes Fleisch“. So nennen uns die Scientologen. Rohes Fleisch, das noch bearbeitet und dann „in die Pfanne gehauen“ werden kann.

Danke an Frau Caberta, dass sie uns von den wilden Köchen mit ihren Bratpfannen so viel erzählt hat!

WP-Kurse 10 Philosophie und Religion