Spannende Diskussion zur „Klimaproblematik“

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Ein aufmerksames Auditorium lauscht den Ausführungen von Prof. Dr. Graßl

Rund 60 Schülerinnen und Schüler, der LK Geographie (S 4) sowie die beiden Profilkurse aus dem Profilbereich 2 („Dynamische Erde“), hatten am 5. Mai in der 5./6. Stunde die Möglichkeit, dem renommierten Klimaforscher Prof. Dr. Hartmut Graßl zuzuhören, der auf Einladung des LK Geographie (S 4) zu Gast am Gymnasium Heidberg war.

Im Verlauf der 90-minütigen Veranstaltung, in der Neele Brunken und Jan Arndt (beide LK Geographie) eine Podiumsdiskussion mit Dr. Graßl führten, wurden verschiedene Aspekte der aktuellen Klimaproblematik angesprochen und diskutiert. „Wissenschaft und Medien“, „Die Klimaproblematik aus der Sicht der Politik“ sowie „Klimaschutz und Wirtschaft“ waren die zentralen Themenbereiche der Diskussion.

10.05.05.08_klDr. Graßl, darin waren sich alle Zuhörer einig, hätte wohl noch problemlos bis zum Abend die vor ihm sitzenden Schülerinnen und Schüler unterhalten und informieren können. Und wie sehr das Interesse geweckt wurde, merkte man daran, dass es absolut ruhig im Plenum war – jeder lauschte aufmerksam den Ausführungen.

Dabei wurde deutlich, wie vielfältig und komplex das Thema insgesamt ist, aber Dr. Graßl hat es verstanden, das Ganze „häppchenweise“ und verständlich zu erläutern – geschickt gelenkt durch die Fragen des Moderatorenduos.

Er ermutigte die Schülerschaft, auch selbst aktiv zu werden und eigene Bedürfnisse und Ansprüche in Sachen Klimaschutz gegenüber den Politikern einzufordern. Sie seien es, die gewählt worden sind und die Verantwortung tragen. Er – Dr. Graßl – leiste dabei seinen Beitrag, indem er Politiker als Wissenschaftler berät und immer wieder konkrete Vorschläge für politische Entscheidungen – vor allem auch parteiübergreifend – unterbreitet. Ein ganz wesentliches Augenmerk müsse auf die Weiterentwicklung und forcierte Nutzung der regenerativen Energien gelegt werden, doch wenn die „Kohle-Lobby“ derzeit Milliardenumsätze mache, bestehe eben kein nennenswerte Interesse daran, etwas Grundlegendes zu ändern. Das ist eines der bedeutenden Probleme, die es zu lösen gilt.

Der Klimaschutz müsse ernst genommen werden, bevor es zu spät ist. Derzeit diskutiert man darüber, die Treibhausgasemissionen so zu reduzieren, dass die globale Mitteltemperatur bis Ende des 21. Jahrunderts um nicht mehr als 2 °C steigt. Das scheint nicht viel zu sein, doch 2 °C in 100 Jahren ist etwas anderes als 4 °C in 10.000 Jahren nach Ende der letzten Eiszeit.