Schüler des Gymnasiums Heidberg schreiben ein Buch über den Tod

Wo bin ich zum ersten Mal dem Tod begegnet? Darf ich jemandem beim Sterben helfen? Gibt es ein Leben nach dem Tod? Warum müssen alle Menschen sterben?
Über diese und andere Sinnfragen haben in den vergangenen drei Jahren mehr als 60 Schü­lerinnen und Schüler verschiedener 8. Klassen des Gymnasiums Heidberg im Philosophie- und Religionsunterricht nachgedacht.  Sie gestalteten philosophische Tagebücher mit Zeichnungen und Fotos und schrieben Kindergeschichten. Dabei standen Fragen des guten Lebens und Sterbens im Mittelpunkt. Denn: „Der Tod kann uns jeden Tag auf den Kopf fallen, auch wenn wir noch jung sind!“ Dieser Gedanke von Madlen ist der Kompass dieses Buches. Er wird durch den Philosophen Montaigne ergänzt. „Ein gutes Leben schließt immer auch den Tod mit ein.“
Obwohl Sterben und Tod immer noch gesellschaftliche Tabus sind, zeigen die Gedanken der Jugendlichen, wie tief dieses Thema sie bewegt und dass man es wie Lucy auch mit Humor tragen kann. In der Einladung zu ihrem eigenen Begräbnis schreibt sie: „Mein Tag! Meine Regeln! Du kannst gern danach weinen. Aber nicht während der Trauerfeier, weil die anderen dann nicht die Reden hören.“
Das Buch ist mit Kommentaren der Philosophielehrerin Dr. Barbara Brüning im Oktober in der Leibniz-Bücherwarte in Bad Münder erschienen. Im Januar wird auf dem Friedhof Ohlsdorf gemeinsam mit dem Verein „Freunde des Friedhofes Ohlsdorf e.V.“ eine Buch­vorstellung stattfinden. Denn alle Schülerinnen und Schüler haben an einer Führung auf den Friedhof teilgenommen und in einem Extra-Kapitel „Wie ich begraben werden möchte“ dar­über berichtet.