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Forschercamp: 21.07.2009

Ein „Forschercamp“ der besonderen Art fand in der Zeit vom 16.-21. Juli 2009 7 km nördlich von Bad Oldesloe auf dem Reiterhof Dohrendorf statt. Nein, das Forschen hatte nichts mit Pferden zu tun, sondern mit Wetterbeobachtung. Jan Arndt (S 2), bekam auf dem Hof eines Verwandten die Gelegenheit, Wetterballons mit Radiosonden „an Bord“ aufsteigen zu lassen.

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Jan an der Bodenwetterstation und kurz vor dem Start des Radiosonden-Wetterballons

Täglich zweimal (mittags und am späten Abend) stiegen die Ballons auf und erreichten Höhen von rd. 30 km. Auf dem Weg nach oben sammelten die Radiosonden ununterbrochen Daten zu verschiedenen Wetterparametern, sodass sich mit der Ergebnisreihe eines einzigen Aufstiegs ein exaktes Bild der Wettersituation im Vertkalschnitt durch die Atmosphäre abzeichnete. Diese Daten laufen ununterbrochen auf dem Rechner ein und werden aupomatisch gespeichert.

Radiosondendaten liefern – in Kombination mit denen anderer Stationen – ein genaues Bild von der jeweils vorherrschenden Großwetterlage, die allein mit der Analyse von Satellitenbildern nicht exakt bestimmt werden kann.
Zusätzlich hat Jan auch die Wetterdaten in Bodennähe regelmäßig protokolliert, Geräte und Wetterstation hat er selbst beschafft und gebaut. Und ganz „nebenbei“ wurden immer wieder Satellitenbilder abgerufen, immer dann, wenn der Bild liefernde Wettersatellit eine möglichst günstige Position über Europa hatte.

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Das Befüllen des Ballons mit Gas erfordert vollste Konzentration und Kraft zugleich – ist also kein „Zuckerschlecken“

Wer Jan bei seiner Arbeit beobachten konnte, hat feststellen können, was „Forscherleben“ bedeutet: der eigene Tagesablauf wird den Erfordernissen des Forscherprojekts absolut untergeordnet, Freizeit gibt es in der „aktiven Phase“ so gut wie keine und Schlaf eher wenig. Und mit alldem hat Jan den Einstieg in die Sommerferien gehabt.

Und nach der Praxis …

… kommt die Aufarbeitung und Interpretation der Ergebnisse. Jans Zeitplan sieht vor, sein Projekt mit all den Ergebnissen im Februar 2010 bei Jugend forscht zu präsentieren.

Wolfgang Fraedrich

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