Erfolge im Europäischen Wettbewerb

Die Klasse 6b gewann einen der 15 Bundespreise im Europäischen Wettbewerb. Darüber hinaus erhielten Alina Kröger, Emma Richter und Jonathan Grambeck für ihr Europa-Spiel eine Bundesurkunde und Niklas Filhol einen Landespreis für sein Bild zum Thema „Wenn jeder gibt, was er hat, dann werden alle satt – ein Traum?“

Vorbereitet wurden die Wettbewerbsarbeiten im Kunstunterricht unter Anleitung von Hilke Schmidt, im Religionsunterricht mit Dr. Elke Hertel und zu Hause. Durchgeführt wurde der EU-Projekttag als gemeinsames Projekt der Fächer Kunst, Religion und Deutsch mit Frau Schmidt, Frau Dr. Hertel und Herrn Semerak.

Bundespreis im Europäischen Wettbewerb für die Klasse 6b
Am 11. Mai wurden die Bundespreisträger im Bürgermeistersaal des Hamburger Rathauses von Schulsenatorin Christa Goetsch für ihre Leistung ausgezeichnet:
„Die Klasse 6b hat alle Aufgabenstellungen zu dem Leitthema ‚Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung‘ integriert. An ihrem EU-Projekttag haben die Kinder ihre Wettbewerbsbilder ausgestellt, ihre Europa-Spiele erprobt und ein selbst geschriebenes Theaterstück und einen Song zum Thema ‚Arm und Reich‘ aufgeführt.“

 

 

 

Bericht der Klasse: Unser Projekttag zum Thema Armut und soziale Ausgrenzung in Europa
Eigentlich wollte unsere Klasse einen Projekttag für die ganze Schule organisieren, aber unsere Lehrer meinten, das wäre zu groß für uns. Also haben wir beschlossen, einen EU-Projekttag nur für unsere Klasse zu machen und die besten Ergebnisse dann auf dem Tag der offenen Tür zu zeigen.

Wir haben uns überlegt, dass wir alle drei Themen des Europäischen Wettbewerbs in unseren Projekttag einbringen könnten: Im Kunstunterricht haben wir Bilder gemalt zum Thema „Wenn jeder gibt, was er hat, dann werden alle satt – ein Traum?“ Danach haben wir aufgeschrieben, was unsere Bilder mit Europa zu tun haben. An unserem Projekttag haben wir die Bilder vorsichtig an Stellwänden befestigt. So konnten wir unsere Bilder gegenseitig viel besser ansehen. Außerdem haben die Stellwände mit den Bildern unserem Projekttag eine schöne Atmosphäre gegeben.

Im Religionsunterricht haben wir Spiele gemacht zum Thema „…und rein kommst Du?“ Bei dem Thema ging es um Armut und Ausgrenzung. Dabei haben viele an das Spiel Monopoly gedacht. Es war eine gute Vorlage. Wir haben in Gruppen von zwei bis vier Leuten gearbeitet und uns viel Mühe gegeben. Dabei hatten wir natürlich auch sehr viel Spaß. Besonders viel Arbeit waren die Spielbretter. Manche haben sogar echte Holzbretter von ihrem Taschengeld gekauft. Eine dicke Pappe war aber auch in Ordnung. Es hat viel Spaß gemacht, gemeinsam Spielregeln zu erfinden. Sie mussten natürlich etwas mit arm und reich zu tun haben. Viele haben dabei auch an Hartz IV gedacht, obwohl es das bestimmt nur in Deutschland gibt, nicht überall in Europa. Besonders gut fanden wir das Spiel „Von Armut zu Reichtum“. Die Idee war prima. Am EU-Projekttag haben wir alle unsere Spiele ausprobiert. Jeder hat an mehreren Spieltischen gesessen und mitgespielt, so konnte man viele Spiele ausprobieren und kennen lernen. Nicht bei allen Spielen ging es um arm und reich, es gab z. B. auch eine Europareise.

Außer den Brettspielen gab es auch zwei Gruppen, die ein Quiz vorbereitet hatten. Bei den Quizfragen ging es um Europa. Zuerst haben wir versucht, ein Quiz mit der ganzen Klasse zu spielen, aber das war schwierig, weil zu viele ihre Antworten gerufen haben. Wir wollten die Spielleitung aber nicht an die Lehrer abgeben. Also haben wir die Quizspiele auch in kleinen Gruppen an Tischen gemacht. Das lief dann sehr gut. Auf einem Tisch stand eine Glocke, die man drücken musste, wenn man die Antwort wusste. Jeder versuchte, die Glocke als erster zu erreichen. Das war sehr lustig.

6b_RathausDrei Mädchen aus unserer Klasse haben ein Lied vorgetragen. Sie hatten es selbst geschrieben. Sie haben live gesungen und dazu ein bisschen getanzt. Das war sehr mutig. In dem Lied ging es um eine arme, eine reiche und eine „normal reiche oder arme“ Frau. Der Text war etwas schwer zu verstehen, aber das Lied war trotzdem gut.

Der Höhepunkt war das Theaterstück, das zwei Mädchen aus unserer Klasse geschrieben hatten. Es war sehr lang und handelte von einem armen Mädchen und einem reichen Mädchen, die ihre Rollen tauschen. In dem Theaterstück haben zwölf von uns mitgespielt. Sie haben alle ihre Rollen auswendig gelernt, was nicht leicht war, weil das Stück ziemlich lang war. Außerdem haben fast alle Schauspieler auch an den Spielen mitgearbeitet und ein Bild hat sowieso jeder gemalt. Weil die Kunst- und Religionsstunden nicht ausgereicht haben, haben viele sich auch nachmittags getroffen. Keiner hat das bereut! Weil so viele bei dem Theaterstück auf der Bühne waren, gab es nur 21 Zuschauer: 18 Klassenkameraden (wir sind nämlich 30), unsere Klassenlehrerin und unsere zwei Sekretärinnen. Ihnen hat das Theaterstück auch sehr gut gefallen. Nach dem Theaterstück haben wir über den Inhalt gesprochen, warum die beiden Mädchen ihre Rollen getauscht haben und warum sie sich in ihren eigenen Familien am wohlsten gefühlt haben.

Nach dem Projekttag waren wir alle sehr zufrieden. Die besten Sachen haben wir dann für den Tag der offenen Tür ausgewählt. Das war sehr schwer, aber wir hatten am Tag der offenen Tür einen kleineren Raum und nicht so viel Platz. Weil wir auch bei anderen Programmpunkten mitgemacht haben (Orchester, Schulführungen, Sprachencafes), haben wir für unseren EU-Projektraum einen Plan aufgestellt. Es mussten immer drei von uns in dem Raum sein und den Besuchern die Bilder zeigen und sie einladen mitzuspielen. Meist waren mehr als drei von uns anwesend. Es sind viele Kinder und ihre Eltern zu uns in den Raum gekommen, haben unsere Bilder angesehen und eine Runde mit uns gespielt. Dafür haben sie von uns Bonbons bekommen. Außerdem haben sie alle Europahefte, die wir von der Europa-Union Hamburg bekommen hatten, mitgenommen (leider).

Der Tag der offenen Tür war für uns eine gute Gelegenheit, doch noch einen EU-Projekttag für die ganze Schule zu machen, nicht nur für unsere Klasse !!

Klasse 6b, Gymnasium Heidberg