Weimar 2018

In diesem Jahr hat sich das Profil 5 – Mediale Gesellschaft – auf die Spuren Goethes und Schillers, des Bauhauses und der Geschichte des Buchgewerbes begeben. Nicht ausbleiben durfte natürlich ein Besuch der Gedenkstätte Buchenwald, dies unter dem Aspekt Kommunikation und Macht. Die Reise führte natürlich in die Kultur- und Studentenstadt Weimar. Bei schönem und spätsommerlichem Wetter  wurden Park, Stadt, Restaurants, Galerien, Cafés und Restaurants besucht.

Anstatt des tradierten Reiseberichts hat jeder Schüler eine kleine künstlerische Aufgabe bekommen, die während des Aufenthaltes zu bearbeiten war, einige davon können über die Links in der folgenden Aufzählungen abgerufen werden.

  1. Du bist ein Franzbrötchen und entdeckst Weimar. Lasse „dich“ vor den Sehenswürdigkeiten fotografieren. Mache ganz normale – aber gute – touristische Fotos.
  2. Wanderung mit dem Fine-Liner: Zeichne seismografisch jeden Tag den Weg, den du gegangen bist, auf ein DIN A4-Papier.
  3. Das Gebäude: Dokumentiere einen Teil eines Gebäudes, den die meisten Menschen gar nicht beachten (z. B. Decken, das innere von Schubladen, Toiletten …).
  4. Entscheide dich für ein Motiv, das du in Weimar überall fotografierst. Sammle Variationen. Es soll ein Motiv sein, dem der „Normalo“ selten Beachtung schenkt.
  5. Touristen gucken häufig konzentriert nach oben. Fotografiere, wie sie gucken. Fotografiere nicht, was sie sehen. Es bieten sich Nahaufnahmen an.
  6. Sammle Satzfetzen, die du aufschnappst und überlege dir, wie du sie später dokumentierst.
  7. Genau da, wo du gerade sitzt: Schreibe jeden Tag 1x zehn Sachen über den Ort auf, an dem du gerade sitzt, die dir nicht aufgefallen sind, als du dich dort hingesetzt hast. Benutze deine Sinne. Mach es schnell. Über keine Selbstzensur.
  8. Das erste Ding, das du siehst: Beginne eine fotografische Sammlung von Objekten, ausgehend vom ersten, das du auf deinem Weg gefunden hast. Du bestimmst, was die Verbindung zwischen den einzelnen Gegenständen ist (Es kann die Form sein, die Farbe, die Größe etc.)
  9. Miniaturmuseum: Sammle nur sehr kleine Dinge. Bewahre sie in einer Bonbondose oder einer kleinen Schachtel auf.
  10. Sammle Varianten einer kleinen Sache (z. B. Blätter, Steine…). Lege sie vor dich hin. Betrachte sie ganz genau und liste die Unterschiede auf, die du erkennst. Versuche mindestens 25 Gegenstände zu dokumentieren.
  11. Schriften sammeln: Dokumentiere Schriften, die du draußen findest.
  12. Der akustische Stadtplan: Setze dich 3x für eine halbe Stunde an einen bestimmten Ort. Dokumentiere alle Geräusche, die du hörst und wann du sie gehört hast. Zeichne auf der Karte ein, wo du bist und woher die Geräusche in etwa kommen.
  13. Der Konsument: Zeichne alles auf, was du im Laufe der Woche konsumierst oder kaufst.

Überlege dir schon im Vorwege und während der Arbeit, wie du deine künstlerische Tätigkeit später zu einem Produkt weiterentwickeln kannst. Wie lässt sich deine Arbeit am besten präsentieren?