Mathematik

Derzeit Mathematik unterrichtende Lehrkräfte sind

  • Kerstin Aßmann (Am)
  • Daniela Baldauf (Bf)
  • Daniel Brönner (Brö)
  • Burkhart Brüning (Brü)
  • Arne Glücklich (Gl)
  • Philipp Halenza (Hz)
  • Achim Kranenberg (Kra)
  • Maike Kretzer (Krt)
  • Gaby Kuhn (Kn)
  • Elena Maksimenko (Mk)
  • Janne Meyn (Mn)
  • Christiane Ott-Kourouma (Kou)
  • Mareike Schauß (Sch)

Fachleiterin und Ansprechpartnerin für das Fach Mathematik am Gymnasium Heidberg ist Gaby Kuhn (E-Mail).

Warum Mathematik? – Hinweise zu didaktischen Überlegungen und Inhalten

Die Mathematik ist die Königin der Wissenschaften.“
Gauss, Carl Friedrich (1777–1855)

 

Daraus leiten sich folgende didaktische Überlegungen und Ziele ab:

Weil wir uns mit unserer Arbeit eng an der fachdidaktischen Ausrichtung orientieren, sind die folgenden Ausführungen sehr eng an die Formulierungen der Bildungsstandards im Fach Mathematik angelehnt. Darin heißt es:
Das Fach Mathematik leistet einen grundlegenden Beitrag zu den Bildungszielen der gymnasialen Oberstufe und der Kompetenzentwicklung der Schülerinnen und Schüler bis zur Allgemeinen Hochschulreife. Vermittelt werden eine vertiefte Allgemeinbildung, allgemeine Studierfähigkeit sowie wissenschaftspropädeutische Bildung. So werden die Grundlagen für fachliches und überfachliches Handeln mit Blick auf Anforderungen von Wissenschaft und beruflicher Bildung geschaffen.

Der Mathematikunterricht entwickelt also ein Verständnis für die Rolle der Mathematik in der sozialen, kulturellen und technischen Welt. Er entfaltet die Fähigkeit der Schüle­rinnen und Schüler (im folgenden Text wird für die Nennung von Schülerinnen und Schüler nur der Begriff „Schüler“ verwendet), Sachverhalte unter mathematischen Gesichtspunkten zu beschrei­ben sowie die Mathematik aktiv zu nutzen, um Anforderungen des gegenwärtigen und zukünftigen Lebens zu bewältigen.

Er zeigt auf, dass mathematisches Handeln einerseits der Absicht entstammt, die Teile der Welt quantitativ und qualitativ durch Vergleichen, Ordnen, Zählen, Rechnen, Messen, Beschreiben von Formen und Zeichnen zu erfassen, andererseits aber auch immer aus dem Streben nach zweckfreiem Erkunden von Zusammenhängen, nach Erkennen von Strukturen, nach Abstraktion und Verallgemeinerung, nach Geschlossenheit und Schönheit der Darstellung erwächst.

Im Mathematikunterricht lernen Schüler Möglichkeiten und Grenzen einer mathematischen Weltsicht kennen:

  • Mathematik wird als eine in vielen Bereichen anwendbare Wissenschaft erfahren.
  • Mathematik hat eine Schlüsselfunktion in den hoch technisierten Industriegesell­schaften und zugehörigen Wirtschaftssystemen.
  • Die alltägliche Lebenspraxis verlangt in vielfältigen Handlungssituationen die Anwendung mathematischen Wissens und Könnens.

Das Hauptanliegen des Faches Mathematik ist, die Schüler auf ein problemorientiertes Arbeiten an klassischen Fragestellungen, die mit mathematischen Techniken zu bewältigen sind, heranzuführen.

Der Mathematikunterricht bezieht die Geschichte der Mathematik ein und zeigt damit auf, wie auch Mathematik sich theoretisch, vor allem aber bei der Lösung von „Alltagsproblemen“ weiterentwickelt hat.

Die Verbindung der Mathematik „mit der Wirklichkeit“ soll Schüler dazu befähigen, die Mathematik im Leben nach der Schule als Orientierung in unserer komplexen Umwelt nutzen zu können. So haben Aufgaben mit Anwendungen aus der Lebenswelt die gleiche Wichtigkeit und Wertigkeit wie innermathematische Aufgaben.

Lehren und Lernen von Mathematik findet in kommunikativem Austausch statt. Daher erhalten die Lernenden im Mathematikunterricht ausreichend Gelegenheit für eigene Sprachproduktionen. Insgesamt ist Argumentieren und Begründen ein zentraler didaktischer Grundsatz des Mathematikunterrichts.

 

Berücksichtigung neuer Technologien

Die Entwicklung mathematischer Kompetenzen wird durch den sinnvollen Einsatz digitaler Mathematikwerkzeuge unterstützt.
Seit einiger Zeit ist die multimediale Ausstattung der Klassenräume abgeschlossen. In jedem Raum ist ein Active Board der Firmen Smart bzw.  Promethean installiert, so dass die Arbeit mit dem Computer fester Bestandteil des Unterrichts ist.

Zusätzlich erfahren die Schüler ab Klasse 5, dass durch den Einsatz des Computers neue Sichtweisen auf Gebiete der Mathematik entstanden sind und der Weiterentwicklung und Anwendung von Mathematik neue Möglichkeiten eröffnet werden. Damit ergeben sich erweiterte Möglichkeiten der Erkenntnisgewinnung. Darüber hinaus erfahren die Schüler einen experimentellen Zugang zur Mathematik.

Der Computer unterstützt in besonderer Weise als effektives Werkzeug und als visuelles Medium mathematische Tätigkeiten und Lernprozesse. So arbeiten wir am Gymnasium Heidberg immer häufiger am Smartboard mit entsprechender interaktiver Software. Passend zum jeweiligen Thema werden in allen Klassenstufen ein dynamisches Geometriesystem, Software für statistische Probleme, Tabellenkalkulationsprogramme usw. eingesetzt.

 

Hinweise zum Unterricht in der Sekundarstufe I und in der Sekundarstufe II

Das Fach Mathematik ist ab der 5. Klasse ein Pflichtfach und wird im Jahrgang 5 fünf-, von Jahrgang 6 bis 12 vierstündig unterrichtet.

Ab dem 11. Jahrgang ist Mathematik Kernfach, welches auf grundlegendem und erhöhtem Niveau (jeweils vierstündig) unterrichtet wird.

Im grundlegenden Anforderungsniveau stellt der Umfang an mathematischen Inhalten Grundkenntnisse bereit. Im erhöhten Niveau wird ein größerer Umfang an mathematischen Inhalten behandelt. Hierzu gehört insbesondere auch ein erhöhter Komplexitäts-, Vertiefungs-, Präzisierungs- und Formalisierungsgrad.

Einerseits orientiert sich der Unterricht an zentralen Ideen, die auf vielfältige Weise vernetzt werden. Dazu gehören:

  • die Idee der Zahl,
  • die Idee des Messens,
  • die Idee des räumlichen Strukturierens,
  • die Idee des funktionalen Zusammenhangs,
  • die Idee der Wahrscheinlichkeit,
  • die Idee der Modellierung,
  • die Idee des Algorithmus.

Andererseits basiert der Unterricht bevorzugt auf offenen und komplexen Lernsituatio­nen, die die Schüler in allen Altersstufen angemessen fördern und fordern. Lernsituationen knüpfen an die Erfahrungswelt der Schüler innerhalb und außerhalb der Mathematik an. Ausgehend von Problemen wird an diesen die mathematische Theorie entwickelt, die zur Lösung der Probleme beiträgt. Die Probleme beziehen sich in der Regel auf reale Fragestellungen, können aber auch innermathematischer Art sein.

Der Mathematikunterricht leitet Schüler zum selbstständigen und kooperativen Lernen in Gruppen an. Durch Unterricht entwickelnde Projekte erhalten die Schüler die Möglichkeit, neue mathematische Inhalte, Zusammenhänge und Erkenntnisse selbsttätig zu erschließen und eigene Lern- und Lösungsstrategien zu entwickeln.

In der Sekundarstufe I arbeiten wir auf der Grundlage des Lehrwerks „Lambacher Schweizer“.

 

Hinweise zu den schriftlichen Lernerfolgskontrollen

Es werden pro Halbjahr zwei schriftliche Arbeiten geschrieben. Zur Festlegung der Jahresnote werden dazu auch die mündlichen Aktivitäten wie auch Tests, Hausaufgaben und freies Arbeiten im Unterricht herbeigezogen. Dabei legen wir Wert darauf, dass die Schüler sich mathematisch adäquat ausdrücken können.

 

Besonderheiten (z. B. Wettbewerbe)

Den Schülern werden Möglichkeiten gegeben, Lernerfahrungen auf ihren eigenen Lernwegen zu machen. So führen wir einen themenbezogenen Mathe-Tage in Klasse 5 durch. Kurz vor Weihnachten haben sich die Schüler mit humorvollen Überlegungen bzw. Fragestellungen zum Thema Weihnachten beschäftigt. Für den Jahrgang ist ein weiterer Mathe-Tag in Planung, nachdem sich der Jahrgang 6 vor zwei Jahren mit Überlegungen zur Schulhofgestaltung befasst hatte.

Die Ergebnisse waren Bestandteil der Darstellung des Faches Mathematik am Tag der offenen Tür.

Zurzeit stellt die Fachschaft Mathematik Überlegungen an, auch in höheren Jahrgängen Mathetage durchzuführen, an denen sich Schüler einen ganzen Vormittag mit offenen mathematischen Problemen beschäftigen, denn:

„Es gibt keinen Königsweg zur Mathematik.“
Euklid (330–275 v. Chr)

Zudem bieten wir unseren mathematisch begabten Schülern regelmäßig die Möglichkeit, am bundesweit durchgeführten Wettbewerb „Die Mathematik-Olympiade“ teilzunehmen.

Zuletzt aktualisiert am 7. September 2017