St. Petersburg 2011

Sprachenprofilkurs in Russland – „Das Bild des Anderen“

Und wieder einmal hieß es „Heidberg goes St. Petersburg“.  Es begann am Samstag, den 03.09.2011, als wir nachmittags um halb vier am St. Petersburger Flughafen „Pulkovo“ ankamen und von unseren Austauschfamilien und den russischen Lehrern herzlich begrüßt wurden. Leider regnete es, doch in Russland sagt man, dass schlechtes Wetter am Tag der Ankunft ein gutes Zeichen ist. Wir aßen in unseren Gastfamilien zu Mittag, verteilten Gastgeschenke und unterhielten uns mit der Familie. Den Abend verbrachten wir gemeinsam bei Freunden.

Bevor die Arbeit am Montag richtig losging, hatten wir den Sonntag frei. Vormittags waren wir mit unserer Austauschfamilie zusammen, später gingen einige aus unserer Gruppe ins Kino, die anderen verbrachten den Rest des Tages im Zentrum.

Beim Interview

Am nächsten Tag klingelte schon früh der Wecker. Heute stand das Museum der Politischen Geschichte Russlands auf dem Programm. Abends gab es dann die offizielle Projekteröffnung in der Schule. Die Idee war, jenseits aller Klischees „echte“ Russen zu porträtieren und ein realistisches „Bild des Anderen“ zu erstellen. Dazu wurden paarweise Interviews geführt, u.a. mit einem Politiker und einer älteren Lehrerin, die die Blockade Leningrads im Zeiten Weltkrieg überlebt hat. Die Gespräche waren außerordentlich interessant und dauerten teilweise bis zu zwei Stunden.

Am Dienstag begannen wir, unsere aufgenommenen Interviews niederzuschreiben und anschließend zu bearbeiten. Als alle Hunger bekamen, gingen wir in die Schulkantine der Schule Nr. 72, wo wir alle eine  Tasse Tee bekamen und leckere, warme Brötchen mit Puderzucker und Mohnkörnchen, „Bulotschki“. Danach arbeiteten wir weiter und gingen nach fünf Stunden harter Arbeit in den wohlverdienten Feierabend.

Der Mittwoch war für uns ein sehr spannender Tag. Wir machten eine Exkursion zum „Weg des Lebens“, der mit einer Reihe von Denkmälern, die an die vielen Opfer während der Blockadezeit erinnern, gesäumt ist.
Wir beendeten diese Exkursion mit einem Besuch im Museum, in dem interessante Bilder und viele historische Dokumente über diese Zeit ausgestellt sind.
Dann hatten wir Freizeit, die wir individuell mit unseren Austauschpartnern verbringen konnten.

Die Heidberger und ihre russischen Partner bei der Arbeit

Donnerstag hieß es dann wieder arbeiten. Wir begannen, unsere bearbeiteten Interviews in Texte umzuschreiben. Wichtig dabei war es, immer in der Ich-Form zu schreiben. Dies war teilweise gar nicht so einfach, wie man sich das vorstellt, und tatsächlich wurden wir an diesem Tag auch nicht fertig.
Nach fünf Stunden Arbeit aber war es Zeit, ins Zentrum aufzubrechen, wo wir auf dem Nevsky Prospekt, der Hauptsraße Petersburgs, Freizeit hatten. Danach aßen wir  alle gemeinsam in einem russischen Restaurant und ließen den Tag ausklingen.

Unser letzter Tag in St. Petersburg brach an und wir trafen uns  alle in der Schule und arbeiteten fleißig  an unseren Texten. Ziel war es, am Ende dieser Woche die Porträts sowohl auf Russisch als auch auf Deutsch fertig zu stellen. Und wir können stolz sagen, dass es alle geschafft haben.
An diesem Tag unternahmen wir noch einmal etwas mit unseren Partnern, meist mit mehreren zusammen.
Einige gingen ein letztes Mal ins Zentrum, andere gingen Billard spielen oder trafen sich draußen.

Am Samstag hieß es dann Abschied nehmen. Wir trafen uns um 7:40 Uhr russischer Zeit am Flughafen und verabschiedeten uns von allen.

Wir hatten eine aufregende, spannende und anstrengende Woche. Wir möchten uns ganz herzlich bei den Gastfamilien bedanken,  die uns aufgenommen haben und natürlich richten wir  unseren Dank auch an die Lehrer Frau Heumann, Herrn Evers, Nina Ivanovna und Polina Valerevna.

Franziska Christogiannis und Viktor Schellenberg (S 3)

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