Vom 04.-06. Juni 2026 fuhren 9 Schülerinnen und Schüler des 11. und 12. Jahrgangs auf eine Geologie-Exkursion nach Thüringen, begleitet vom Geologie-Lehrer Herrn Rupp und von Frau Trodler.
Ausgehend von der Unterkunft, der Jugendherberge Gotha, besuchten wir geologisch interessante Standorte in Thüringen, die in Verbindung stehen mit der Bildung von Salz- und Gips-Lagerstätten, so auch die Marienglashöhle in Friedrichroda. Das Aufsuchen geologischer Standorte konnte auch verbunden werden mit dem Aufstieg auf die Wartburg bei Eisenach und schönen Ausblicken auf die Landschaft der Umgebung.
Das Highlight und Hauptziel dieser kurzen Reise war aber die Einfahrt in das Bergwerk Merkers mit dreistündiger geologischer Führung unter Tage – in Tiefen zwischen 500 und 800 Metern. Dabei handelt es sich um ein Kalisalz-Bergwerk, in dessen nicht mehr aktiven Teil Besucher einfahren können.
Nach einer kurzen Einweisung durch zwei Mitarbeiter des Bergwerks erhielten wir Schutzhelme und Überzug und dann ging es auch schon mit dem Aufzug bzw. dem „Förderkorb“ in die Tiefe. Dabei war dies schon das erste eindrückliche Erlebnis: mit bis zu 8 Metern pro Sekunde ging es abwärts (übliche Aufzüge fahren mit 0,5-1 m/s…). Nach kaum mehr als eineinhalb Minuten waren wir unten. Dort startete nun eine sehr informative und gut gestaltete Führung durch den für die Produktion zuständigen Geologen des Verbundbergwerks Werra.
Mindestens so spektakulär wie das, was wir bezogen auf die Salzlagerstätte sehen konnten, war unsere Art der Fortbewegung unter Tage; auf der offenen Ladefläche (mit Sitzbänken) eines kleinen LKW fuhren wir mit erstaunlichem Tempo und mächtig Fahrtwind mehrere Zehnerkilometer durch die Stollen unter Tage. Auf diesem Weg lagen zahlreiche sehr eindrückliche Aufschlüsse, nicht zuletzt die sogenannte Kristallgrotte mit Salzkristallen von über einem Meter Kantenlänge. Zum Abschluss (wie zur Einfahrt) hieß es dann „Glück auf!“
Was blieb waren viele Eindrücke von einem einmaligen Erlebnis, wie man es „über Tage“ nicht haben kann.
