Jule Jacobs (9d) ist Weltmeisterin

von | Dez 1, 2021 | Aktuelles, Allgemeines

Jule Jacobs ist Weltmeisterin im Ju-Jutsu geworden. Hier ein Erlebnisbericht von Jule:
Die Ju-Jutsu-WM in Abu Dhabi fing mit dem Vorbereitungslehrgang in Bad Blankenburg an. Drei Wochen später ging es dann erst einmal mit der Bahn nach Frankfurt los. Dort angekommen, trafen wir auch schon auf das Bundeskader-Team, mit dem wir den Flieger nach Abu Dhabi nahmen. Nach etwa 6 Stunden landeten wir schließlich in den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Am darauffolgende Tag mussten wir eingewogen werden, um alle Athleten für ihre Gewichtsklassen und -kategorien entsprechend einteilen zu können.
Insgesamt wurden 1400 Athleten zu diesen Weltmeisterschaften angemeldet. Meine Alters- und Gewichtsklasse war die Klasse bis 48 kg unter 16 Jahren.
Nach dem Einwiegen hatten wir die Chance, uns ein bisschen auszuruhen und im Hotelpool baden zu gehen. Währenddessen  losten  die  Organisatoren  die  Athleten in den Gewichtsklassen die Kampfpaarungen aus.  In  meiner  Kategorie  nahmen zwei Russinnen, zwei Griechinnen, eine Kasachin und eine Kolumbianerin teil.

Der Kampftag begann für mich mit einen nicht zu schweren Frühstück. Danach ging es für die andere Kämpfer und mich in die große Arena.

Die Aufregung stieg und stieg, je näher ich den Kämpfen kam. Nach langem Warten und einem organisatorischen Hin und Her trat ich nun in meinem ersten Kampf gegen die Griechin Ntelilai Livianna an. Den Kampf gewann ich mit Full Ippon, was bedeutet, dass ich durch technische Überlegenheit vorzeitig siegte. Gleichzeitig ist dies die höchste Wertung, die in einem Kampf erzielt werden kann.

Im zweiten Kampf trat ich gegen den die starke Russin Maria Despich an. Sie wurde bei diesen Weltmeisterschaften in der Disziplin Ne-Waza, ein reiner Bodenwettkampf, Weltmeisterin. Dieser Kampf war nicht leicht, doch trotz eines Wurfes der Russin gewann ich schlussendlich den Kampf mit 6 Punkten Vorsprung 13 : 9.

Und somit stand ich im Finale gegen die zweite Russin Ksenia Zhukova. In der Vorbereitung auf das Finale war ich unglaublich aufgeregt. Je näher ich dem Kampf kam, desto mehr wuchs die Aufregung. Als ich dann aber an der Matte stand, sagte ich mir: ,,Diesen Titel werde ich nach Hause holen´´. Der Kampf war nach 39 Sekunden beendet und ich war Weltmeisterin wieder mit Full Ippon!

Mein Bundestrainer, Jörn Meiners, rief mir dann zu: ,,Jule, du bist Weltmeisterin!´´ Ich glaube, in diesem Augenblick konnte ich das noch nicht richtig glauben. Mein Vater, der mich von der Tribüne aus anfeuerte und mitcoachte, kam im Anschluss so schnell wie möglich zu mir und nahm mich mit Begeisterung in die Arme.

Etwa eine Stunde später fand dann die Siegerehrung statt. Alle Kämpfer versammelten sich hinter der Tribune und warteten darauf aufgerufen zu werden. Als meine Gewichtsklasse ausgerufen wurde, wurde es sehr emotional für mich.

Da oben zu stehen, während die Nationalhymne gespielt wird, Kameras auf einen  gerichtet sind und die große Medaille um den Hals hängen zu haben, war etwas Unvergessliches.

Alle meine Freunde sowie Familie freuten sich mit mir und feierten mit mir. Das war der bislang tollste, besonderste und unbeschreiblichste Tag, den ich erlebt habe.

Den darauf folgenden Tag verbrachte ich zusammen mit meinem Vater. Wir schauten uns zusammen die weiße Moschee an, um noch etwas an Eindrücken mitzunehmen. Wir haben auch noch landestypisch arabisch zu Abend gegessen. Wieder zurück im Hotel feierten wir dann noch mit dem ganzen Team am Hotelpool.

Am folgenden Freitag mussten wir dann um drei Uhr morgens aufstehen, um dann um fünf Uhr den Flieger zurück nach Frankfurt zu erreichen. Nach etwa 6 Stunden sind wir schlussendlich am Frankfurter Flughafen gelandet, wo wir uns vom Team verabschiedeten und mit der Bahn weiter nach Hamburg zurück gefahren sind. Nach einer komplizierten Reise haben meine Mutter und mein Bruder uns dann zu Hause mit Konfetti empfangen. Diese Woche war so besonders, so aufregend und unglaublich. Es war eine Woche, die ich nie wieder vergessen werde.

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