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Aktion 2011: Heidberg hilft dem Kinderheim Ichinoseki

Szene aus dem Film „Das Kinderheim Fujinosono: Neuanfang in Japan nach dem Beben“

Wer helfen will, darf nicht reden, sondern muss handeln! Als im März 2011 der Tsunamikatastrophe in Japan geschah, waren in Hamburg gerade Märzferien. Am Ende der Märzferien war die Berichterstattung über die Lage im Land schon nicht mehr so gewaltig wie zu Anfang. Dabei war die globale Auswirkung für alle zu spüren. Wir erlebten mit, wie ein hochtechnologisiertes Land an den Rand einer nuklearen Katastrophe geriet.

Hier geht’s zum Film.

Naturkatastrophen bewirken menschliches Leid in großem Ausmaß. Sie erfordern bürgerschaftliches Engagement. Hier ist Schule gefordert. Wer helfen will, darf nicht nur reden, sondern muss handeln! Aus diesem Impuls ist „Heidberg hilft…“ entstanden.

Ein Fernsehinterview machte die Hilfe konkret. Die Thuiner Franziskanerschwester Caelina Mauer, leitet in der japanischen Kleinstadt Ichinoseki das Kinderheim Fuji no Sono. Sie und ihre Mitarbeiter leben mit 55 Kindern im Alter zwischen zwei und 18 Jahren im Kinderheim. Aufnahmegründe sind: Keine ausreichende Versorgung durch die Familie wegen Tod, Krankheit oder häuslicher Gewalt oder geistige Behinderungen. Nach dem Beben wohnten alle Bewohner über Wochen in einer Turnhalle. Während dieser Zeit mussten sie auch eine Reihe von Kindern, die während der Beben ihre Eltern verloren hatten, aufnehmen. Obwohl man wieder im ursprünglichen Gebäude des Kinderheims wohnte, war klar: Die Erdbeben vom 11.3. und die Nachbeben haben das Haus insgesamt unbewohnbar gemacht. Ein Neubau würde etwa 5 Millionen Euro kosten.

Die Idee, den Neubau dieses Kinderheims zu unterstützen, befeuerte den Gedanken, aktiv zu werden und zwar mit einem Benefizabend. Ein Abend, gestaltet von Schülern und Lehrern mit dem Ziel, Geld zu sammeln und dieses über Malteser International an das Kinderheim zu spenden.

Knapp sechs Wochen nach der Idee zu der Aktion fand am 19.5.2011 der Benefizabend statt. Spontan hatten sich Schüler und Kollegen zur Mitarbeit gemeldet: Der Chor der 5. Klassen eröffnete mit „We are the World“, Wolfgang Fraedrich referierte zum Thema „Erdbebengefahr in Deutschland“, Burkhard Brüning informierte über die physikalischen Eigenschaften der Atomenergie, Teilnehmende des Wettbewerbs „Jugend debattiert“ diskutierten das Thema „Sollen die Atomkraftwerke in Deutschland sofort abgeschaltet werden?”. Ein Büchertisch zum Thema ermöglichte eine weitergehende Auseinandersetzung mit dem Thema.

Am Ende des Abends hatten wir € 1416,16 zusammen, die wir sofort zweckgebunden an das Kinderheim Fuji no Sono überweisen konnten.

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