Sekundarstufe II

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Der Weg zum Abitur führt im 8-stufigen Gymnasium nur über die Studienstufe (11. und 12. Jahrgang), die nicht allein in zwei einzelne Schuljahre, sondern in vier Semester (Schulhalbjahre) gegliedert ist.

Um den Auftrag der gymnasialen Oberstufe zu umschreiben, wird an dieser Stelle zunächst eine Passage aus dem Bildungsplan Gymnasiale Oberstufe – Rahmenplan Aufgabengebiete zitiert:

„In der gymnasialen Oberstufe erweitern die Schülerinnen und Schüler ihre in der Sekundarstufe I erworbenen Kompetenzen mit dem Ziel, sich auf die Anforderungen eines Hochschulstudiums oder einer beruflichen Ausbildung vorzubereiten. Auftrag der gymnasialen Oberstufe ist es, Lernumgebungen zu gestalten, in denen die Schülerinnen und Schüler dazu herausgefordert werden, zunehmend selbstständig zu lernen. Die gymnasiale Oberstufe soll den Schülerinnen und Schülern

  • eine vertiefte allgemeine Bildung,
  • ein breites Orientierungswissen sowie eine
  • wissenschaftspropädeutische Grundbildung

vermitteln.
Der Besuch der gymnasialen Oberstufe befähigt Schülerinnen und Schüler, ihren Bildungsweg an einer Hochschule oder in unmittelbar berufsqualifizierenden Bildungsgängen fortzusetzen. Das Einüben von wissenschaftspropädeutischem Denken und Arbeiten geschieht auf der Grundlage von Methoden, die verstärkt selbstständiges Handeln erfordern und Profilierungsmöglichkeiten erlauben. Der Unterricht in der gymnasialen Oberstufe erfordert eine erwachsenengerechte Didaktik und Methodik, die das selbstverantwortete Lernen und die Teamfähigkeit fördern.
In der gymnasialen Oberstufe ist der Unterricht so gestaltet, dass der fachlichen Isolierung entgegengewirkt und vernetzendes, fachübergreifendes und problemorientiertes Denken gefördert wird.
Vor diesem Hintergrund zeichnet sich der Bildungsplan der gymnasialen Oberstufe durch folgende Merkmale aus:

  • Der Bildungsplan orientiert sich an allgemeinen und fachspezifischen Bildungsstandards, die kompetenzorientiert formuliert sind.
  • Er ist ergebnisorientiert und lässt den Schulen Freiräume zur inhaltlichen und methodischen Gestaltung von Lerngelegenheiten. Die Schulen konkretisieren die Aufgaben, Ziele, Inhalte, didaktischen Grundsätze und Anforderungen in den Fächern und Aufgabengebieten und in den Profilbereichen.
  • Der Bildungsplan bietet vielfältige inhaltliche und methodische Anknüpfungspunkte für das fächerverbindende bzw. fachübergreifende Lernen.
  • Die Interessen und Begabungen der einzelnen Schülerinnen und Schüler sind Ausgangspunkt für die Gestaltung der Lerngelegenheiten.“

(Behörde für Schule und Berufsbildung (Hrsg.): Bildungsplan Gymnasiale Oberstufe – Rahmenplan Aufgabengebiete. Entwurfsfassung vom 23. Februar 2009. S.4)

Weiter heißt es

Der Unterricht in den Aufgabengebieten

  • fordert zur Eigeninitiative auf.
  • ist so angelegt, dass die Schülerinnen und Schüler bei der Gestaltung ihrer Lernprozesse und der Reflexion der Lernergebnisse und der gewählten Lernwege unterstützt werden.
  • bietet Anlass, Lernstrategien zu entwickeln.
  • bietet Anlass, Arbeitstechniken einzuüben.
  • bietet Anlass, Verantwortung für sich und andere und für die Umwelt zu übernehmen und sich den Erfolg des eigenen Lernens und Engagements bewusst zu machen.
  • ermutigt die Schülerinnen und Schüler, sich in Schule oder in Einrichtungen der Gesellschaft durch Übernahme besonderer Aufgaben zu engagieren.
  • ist kompetenzorientiert (Kompetenzbereiche Erkennen/Bewerten/Handeln).

Im Kompetenzbereich Erkennen geht es

  • um Wissenserwerb.
  • um die Fähigkeit, geeignete Informationen zu beschaffen, zu analysieren und zielgerichtet zur Lösung bestimmter Aufgaben anzuwenden.
  • darum, Orientierungs- und Grundlagenwissen zu erwerben und zu strukturieren.

Im Kompetenzbereich Bewerten geht es

  • um kritische Reflexion und Perspektivenwechsel.
  • darum, die Fähigkeit zur Bewertung und zur Entwicklung von Urteilen zu entwickeln.
  • um die Entwicklung der Fähigkeit, eigene Werte und Leitbilder sowie die anderer Menschen zu hinterfragen.

Im Kompetenzbereich Handeln geht es

  • um den Erwerb von Handlungsfähigkeit und die Fähigkeit, das eigene Tun und Handeln als mündige Entscheidung vertreten zu können.
  • um die Fähigkeit und Bereitschaft, zwischen verschiedenen Handlungsweisen bewusst zu wählen.
  • darum, Werte- und Interessenkonflikte im Zusammenwirken mit anderen zu klären und die direkten und indirekten Folgen von Handlungen abzuschätzen.

(In Auszügen nach Behörde für Schule und Berufsbildung (Hrsg.): Bildungsplan Gymnasiale Oberstufe – Rahmenplan Aufgabengebiete. Entwurfsfassung vom 23. Februar 2009, S.9).

Für die Beantwortung von allgemeinen und speziellen Fragen steht unsere Abteilungsleiterin für die Studienstufe, Dr. Anja Burmester, zur Verfügung, E-Mail anja.burmester(at)gymheid.hamburg.de.

Zuletzt aktualisiert am 13. August 2019