Besuch aus Meißen

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Besuch aus Meißen im Schülerlabor
Kurz vor den Sommerferien besuchte eine Gruppe des sächsischen Landesgymnasiums St. Afra (einem Hochbegabteninternat) in Meißen das Schülerlabor. Das Schulmotto der diesjährigen Projektwoche lautete: „Verzerrt“. Daraus Projektideen zu entwickeln und Gruppen zusammenzustellen war – wie immer – in die Verantwortung der SchülerInnen gestellt.
Celine Beier aus Klasse 9 hatte eine Idee: Man kann Infrarotspektren als verzerrte Linien betrachten! Aber ließ sich daraus ein Projekt machen? Das Internet gab schnell die Antwort: Nur im Schülerlabor am Gymnasium Heidberg!

Chemielehrer Holger Brüning, Gründer des Schülerlabors, war einverstanden, Frau Krohn-Fröschle und ihre Kollegin von St. Afra stimmten zu und Celine fand genügend Teilnehmer für das Projekt. Am ersten Tag stellte die Gruppe Aspirin und Paracetamol in hoher Reinheit her. Sie wollten die Spektren der beiden Arzneimittel nicht nur einzeln interpretieren, sondern auch einen Vergleich mit Blick auf die Molekülstrukturen anstellen.

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Die Apparatur zur Aspirinherstellung wird aufgebaut

Am zweiten Tag bereiteten sie viele Proben für die Infrarot-Spektroskopie vor. Sie erreichten eine sehr hohe Übereinstimmung der Probenspektren mit den Referenzspektren und suchten anschließend nach Gründen für die geringen Abweichungen. Ein Mädchen kam auf die Idee, den Einfluss des Kaliumbromids zu untersuchen, mit dem die Proben vermischt werden. Allgemein geht man davon aus, dass das Kaliumbromid die Spektren der Proben kaum beeinflusst. Doch sie wollten es genau wissen, nahmen Spektren des Kaliumbromids auf, und es gab deutliche Abweichungen von dem Spektrum aus der Literatur. Dieses Problem wurde seit Bestehen des Schülerlabors noch niemals untersucht.

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Alexandra nimmt selbständig ihr erstes Spektrum auf. Ihr Lehrer Dr. Viehweg schaut interessiert zu

Am dritten Tag war die Computer-Auswertung an der Reihe und die Neuntklässlerinnen kombinierten selbstständig alle Methoden, die für den Unterricht im Fach „Praktische Naturwissenschaft“ entwickelt wurden.
Für uns vom Schülerlabor-Team waren die drei Tage ein denkwürdiges Erlebnis!

 

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Holger Brüning, Elham Rahmatian, Lea Scharlemann (beide S 3)