Lernort Labor
„Lernort Labor“ ist der Name unseres Netzwerkes. Wir gehören zur Fachgruppe Chemie.
Schülerlabor immer beliebter!
Zum Schuljahr 2009/10 haben ca. 50 Schülerinnen und Schüler die Kurse des Schülerlabors gewählt.
im Schuljahr 2010/2011 nehmen schon 140 Schülerinnen und Schüler an den Kursen teil !
Unsere Jahresmannschaft 2010/2011:
Von links nach rechts: Eleonore Voß (Ehrenmitglied), Carolin Graaf, Steffi Schuller, Jeannette Ngu, Saskia Hanft-Robert, Donya Rahmatian. Vorn: Sebastian Petras, Holger Brüning (Gründer und Leiter), Tim Wagner. Leider fehlen auf dem Bild: Bayasied Ahmadsei, Tim Johannsen, Vincent Dahmen. Diese Schülerinnen und Schüler, die jede Woche freiwillig zusammen mit Chemielehrer Holger Brüning einen oder sogar zwei Kurse unterrichtet und betreut haben, trugen ganz wesentlich zu diesem Erfolg bei!
„Bestes Fach der Woche!“ So sagte es einer der Teilnehmer aus der 9. Klasse nach einem Dreivierteljahr, obwohl er unfreiwillig über die Zweitwahl in den Kurs „Willst du wissen was drin ist?“ gekommen war.
„Motte“, als Sängerin und Leiterin der Tanzgruppe vielen Heidbergern ein Begriff, über die Arbeit des Schülerlabors:
„Lernort Labor“ – Dieser Begriff trifft immer wieder zu, wenn in unserem Schülerlabor experimentiert und analysiert wird. Beim aktiven und praktischen Arbeiten kommt man doch meistens mehr ins Nachdenken als wenn man nur passiv zuhört. Man möchte verstehen was passiert.
Wie kann man künstliches Birnenaroma herstellen?
Wie stellt man selber Moleküle wie Aspirin oder Paracetamol her?
Und was ist überhaupt in den Lebensmitteln drin, die wir jeden Tag essen?
Diese und andere Fragen beschäftigen die praktischen Naturwissenschaftskurse im S1 und den WP-Kurs in Jahrgang 9.
In der neunten Klasse beschäftigen sich die Schüler mit der Lebensmittelchemie. Es wird erforscht, was in verschiedenen Lebensmitteln enthalten ist und welche Einflüsse man auf sie ausüben kann. Auch selbst-hergestellte Cola wurde schon verköstigt.
Na, ob unsere Cola wohl gelingt?
Wir, als Betreuer, helfen gerne bei allen Aufgaben und beantworten Fragen. Dabei lernen wir natürlich auch noch vieles dazu.
Im praktischen Naturwissenschaftskurs des S1 werden auch kompliziertere Stoffe hergestellt. Anschließend können die Produkte mit einer modernen Analyse-Methode, der IR-Spektroskopie, genau auf ihre Reinheit untersucht werden. Hier lernen die Schüler den Umgang mit Geräten, die auch in der Industrie benutzt werden. Natürlich helfen wir auch hier gerne mit, denn inzwischen sind alle Betreuer umfassend geschult, was die Handhabung der IR-Geräte angeht.
Denn eine zusätzliche Aufgaben der Betreuer des Schülerlabors ist, neben dem Assistieren im Unterricht, auch das Helfen bei Reparaturen, die von unserem Leiter Holger Brüning, unserem Lehrbeauftragten Matthias Wulf und einzelnen Mitgliedern des Teams an der Schule durchgeführt werden.
Die Aufgaben des Mitarbeiters im Chemischen Schülerlabor sind also vielfältig und man kann immer wieder etwas neues lernen. Auch die inzwischen regelmäßigen Besuche einer Schülergruppe aus Luxemburg bieten viele interessante Begegnungen und machen großen Spaß. Genau so wie der Hauptbestandteil unser Aufgabe, das Assistieren in den Praxis-Kursen. Auch wenn es manchmal ein bisschen chaotisch zugeht, macht es doch immer wieder viel Freude zu sehen wenn „ein Licht aufgeht“.
Deswegen sind wir alle gerne im Team des chemischen Schülerlabors!
Unser chemisches Schülerlabor mit IR-Spektroskopie ist einzigartig. Deshalb sind wir seit 2006 im deutschland-weiten Netzwerk „LeLa“ (Lernort Labor) vertreten, dem sonst nur Labore an Universitäten, Forschungsinstituten und Science-Centers angehören.
Unsere wichtigsten Zielsetzungen
- Förderung von selbstbestimmtem, forschendem Lernen
- Eröffnung von Lernfeldern, die Aufgabenstellungen heutiger Berufspraxis im Labor widerspiegeln
Was ist IR-Spektroskopie?
Durch infrarotes Licht, das wir als Wärme wahrnehmen, werden einzelne Atome oder Atomgruppen in Molekülen zum Schwingen gebracht.
Im einfachsten Fall kann man sich das so vorstellen: Ein Atom schwingt an seinem „Molekülgerüst“ wie ein Kind auf einer Schaukel, die am Schaukelgerüst hängt.
Mit Hilfe der IR-Spektroskopie können Substanzen anhand eines Vergleichsspektrums identifiziert und Rückschlüsse auf den Molekülaufbau gezogen werden.
Die IR-Spektroskopie ist – wie heute fast alle komplexen technischen Anwendungen vom Maschinenbau bis zur Steuerung eines Flugzeuges – bidirektional, d. h. Steuerimpulse vom PC und die Rückmeldung von Daten an den PC erfolgen ständig.
Die Anwendungsmöglichkeiten zur Strukturaufklärung und Produktionskontrolle sind äußerst vielfältig, da die IR-Spektroskopie in den verschiedensten Branchen (Ölindustrie, Kunststoffindustrie, Pharma- und Kosmetikindustrie, Lebensmittelindustrie) eingesetzt wird.
Bei uns ist IR-Spektroskopie nicht kompliziert, wir wenden sie unmittelbar praktisch an.
Am offenen Gerät kann man direkt beobachten, wie das Spektrum entsteht!
Wer sich für die physikalischen Hintergründe interessiert, ruft am besten die Seite www.ir-spektroskopie.de auf. Diese Seite, seit langem bei Google ganz vorn, nennt in der Rubrik “Literatur und Links” als einzigen Link zum Erlernen der IR-Spektroskopie unser Schülerlabor!
Was ist LeLa?
“Lernort Labor” (LeLa) versteht sich als Zentrum für Beratung und Qualitätsentwicklung und damit als Dachorganisation aller Schülerlabore. LeLa berät, informiert, evaluiert und vernetzt die Initiativen mit dem Ziel, ihr Wirkungspotential zu verstärken, ihren Fortbestand zu sichern und die langfristige Etablierung im Bildungssystem zu ermöglichen.
Mehr über das Netzwerk aller Schülerlabore finden Sie unter der Adresse www.lernort-labor.de.
Mintforum ist ein neues Netzwerk, in dem wir vertreten sind!
Hier unser Link zum Mintforum.
MoMoTech (Monitoring von Motivationskonzepten für den Techniknachswuchs) ist ein weiteres Netzwerk, in das wir aufgenommen wurden. Es wird von der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften getragen.
Hierunser Link zu dieser interessanten Plattform!
Unser Beitrag zur Profiloberstufe
Der Kurs „Praktische Naturwissenschaft“
Mit der einzigartigen Geräteausstattung des Schülerlabors zum Erlernen der IR-Spektroskopie und zahlreicher anderer physikalisch-chemischer Verfahren möchten wir den Schülern eine naturwissenschaftliche Ausbildung mit besonderer Alltags- und Berufsorientierung bieten. Darüber hinaus arbeiten wir fachübergreifend: Die Schüler erwerben Kenntnisse in Chemie, Physik, Englisch, Informatik und Mathematik.
Im Rahmen des Kurses können die Schüler eine „Besondere Lernleistung“ (BLL) anfertigen und diese ins Abitur einbringen.
In diesem Fall haben sie auch die Möglichkeit, im Institut für Messtechnik an der Technischen Universität Hamburg-Harburg zu arbeiten, mit der seit Jahren eine Kooperation besteht.Etwa die Hälfte aller Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen hat in diesem Schuljahr einen solchen Kurs gewählt!
Inzwischen haben sich schon die ersten aus diesen Kursen entschieden, unserem Team beizutreten und damit den Fortbestand dieser einzigartigen Arbeitsweise zu sichern!
Angebote für Gastgruppen
Gruppen von Schülern ab Klasse 10 und Gruppen von Lehrern können bei uns die IR-Spektroskopie kennen lernen. Die Kurse erstrecken sich über einen ganzen Tag oder über zwei Tage. Mehrere Nachmittage in Folge sind ebenfalls möglich.
In unseren Kursen stellen die Teilnehmer in Gruppen selbst einen Stoff her, je nach Vorkenntnissen einen einfachen Stoff oder einen mit komplizierter aufgebauten Molekülen wie beispielsweise Paracetamol, den sie anschließend untersuchen.
Auf diesem Bild zeigt ein Schüler des Teams, wie die Probe eingefüllt wird, um das Spektrum aufzunehmen.
Auch Schülerinnen und Schüler mit geringen Vorkenntnissen in organischer Chemie sind davon fasziniert, Strukturmerkmale organischer Stoffe zu erforschen, von denen sie selbst ein IR-Spektrum aufgenommen haben. Die Analysen dauern nur wenige Sekunden und die Software zur Auswertung ist auch für Anfänger ganz leicht zu bedienen.
Weitere Informationen über unsere Angebote für Gastgruppen finden Sie hier. Es ist der direkte Zugang zu unserer Seite im LeLa-Netzwerk deutscher Schülerlabore.
Die Klasse 3C1 (11. Klasse-Naturwissenschaften) des Lycée Aline Mayrisch Luxemburg besuchte uns mit zwei Lehrern. Unsere Gäste bekamen ein maßgeschneidertes Programm. Die Schüler stellten in kleinen Gruppen selbst Paracetamol her und analysierten es anschließend mit Hilfe der IR-Spektroskopie auf Reinheit und Moleküleigenschaften.







