Ethnologie-Projekt

Ethnologie ist die allgemeine Völkerkunde und sie untersucht die Bandbreite menschlicher Kulturen und deren soziale Organisationsformen. In enger Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Ethnologie der Universität Hamburg und der Robert-Bosch-Stiftung beteiligt sich unsere Schule seit zwei Jahren am „Projekt Denkwerk – Ethnologie und Schule”. Dem Gymnasium Heidberg ist es gelungen, an diesem innovativen Projekt von Anfang an teilnehmen zu können.
Inhaltlich liegt der Schwerpunkt auf den „Familien in der Diaspora” – ein Thema, das in unserer multinationalen Stadt Hamburg viele lohnenswerte und spannende Ansätze zum selbstständigen Forschen bietet.
Interessierte Oberstufenschüler/innen untersuchen in diesem Projekt beispielsweise, wie türkische Familien in Langenhorn leben, wie Feiertage anderer Kulturen in unserem Stadtteil gefeiert werden oder unter welchen Bedingungen Hamburger Migranten ihre Zukunft gestalten. Dabei kann sowohl in kleinen Gruppen als auch alleine geforscht werden; die Arbeit findet an speziellen Projekttagen an der Universität und in unserer Schule sowie zuhause statt. Im Rahmen der Feldforschung lernen die Schüler/innen häufig auch das private Umfeld ihres jeweiligen „Forschungsgegenstands” kennen.
Wenn ein Schüler/ eine Schülerin es möchte, kann aus den ethnologischen Forschungen eine Arbeit im im Bereich der „Besonderen Lernleistung” (BLL) entstehen, die dann in die Abiturnote einfließt und im Abiturzeugnis aufgeführt wird.
Um zu wissenschaftlich belegbaren Aussagen zu kommen, erhalten die Schüler/innen im Verlauf des Projekts praktische Übungen, z.B. wie eine Feldforschung oder eine Personenbefragung sinnvoll durchgeführt und deren Ergebnisse fundiert ausgewertet werden. Die regelmäßige und wissenschaftlich begleitete Zusammenarbeit mit der Universität ermöglicht es, in entspannter und fröhlicher Atmosphäre viele Methoden gründlich kennen zu lernen, die in einem Studium – das gar nicht mit Ethnologie in Zusammenhang stehen muss – von großem Nutzen sein werden. Zudem wird die Arbeit an der selbstgestellten Forschungsaufgabe vielfach als willkommene Abwechslung zum Schulalltag empfunden. Jährlicher Höhepunkt des Projekts ist der Tag, an dem alle teilnehmenden Schüler/innen ihre Forschungsergebnisse in der Universität präsentieren.





