Chemie
Derzeit unterrichtende Lehrkräfte
- Holger Brüning (Bg)
- Gabriele Feldhusen (Fh)
- Achim Kranenberg (Kra)
- Eleonore Voß (V)
- Irene Wiechmann (Wie)
- Matthias Wulf (Wf)
Angestrebte übergeordnete Ziele des Fachunterrichts
Pausenlos laufen in uns und um uns herum chemische Reaktionen ab, in jeder Zelle unseres Körpers genauso wie in unserem Handy. Sie zu verstehen ist Ziel des Chemieunterrichts. Auch planen wir im Unterricht selbst Experimente und lassen sie kontrolliert ablaufen.
Dabei unterscheiden wir zwei Ebenen:
- die sichtbaren oder messbaren Umsetzungen „greifbarer“ Mengen und
- die unsichtbaren Abläufe zwischen einzelnen Atomen und Molekülen, die sich trennen und neu zusammensetzen.
Aus den sichtbaren Abläufen schließen wir auf die unsichtbaren und umgekehrt. Dabei haben Modellvorstellungen eine große Bedeutung.
Schwerpunkte der Arbeit in der Sekundarstufe I
Der Chemieunterricht beginnt in der 8. Klasse, dabei steht die Chemie als lebendige Naturwissenschaft im Vordergrund. Die Schüler erfahren etwas über die Stoffe, die sie umgeben, über ihre Reaktionen und den Auswirkungen auf den eigenen Körper und die Umwelt. Sie werden mit Fragestellungen aus ihrer Erlebniswelt konfrontiert:
- Warum löst sich ein Stück Zucker im Tee, auch wenn man nicht umrührt?
- Kann man ein Gemisch aus Salz, Sand und Wasser wieder trennen?
- Ist Cola light wirklich leichter als normale Cola?
- Wie funktioniert mein Handy-Akku?
- Warum leuchtet ein Sylvesterfeuerwerk in so verschiedenen Farben?
- Was ist ein „Wasserstoff-Bus“?
Modellvorstellungen von den „kleinsten Teilchen“ oder vom „Aufbau der Atome“ werden entwickelt, um die beobachteten Phänomene erklären zu können.
Der Chemieunterricht wird im Kontext unterrichtet, die Schüler können das Gelernte im Alltag anwenden. Das praktische Arbeiten in Gruppen steht im Vordergrund, die Schüler bekommen die Gelegenheit, Experimente selbstständig zu planen und durchzuführen.
Moderne Unterrichtsmethoden wie das Gruppenpuzzle oder das MindMapping werden angewendet, das forschende Lernen nimmt einen großen Raum ein, Kompetenzen wie die Förderung des selbstständigen Lernens und die Planung von Lernprozessen werden entwickelt.
Schriftliche Lernerfolgskontrollen
Pro Halbjahr wird in den Klassenstufen 8-10 eine schriftliche Arbeit im Werte einer Klassenarbeit geschrieben. Sie geht zu etwa 40 % in die Note ein. Weitere 30 % der Note setzen sich zusammen aus Kurztests, gruppenweise bewerteten Arbeitsblättern zu Schülerversuchen sowie eingesammelten und individuell bewerteten Hausaufgaben. Die übrigen 30 % der Note sollen die allgemeine Mitarbeit im Unterricht widerspiegeln.
Mögliche Projekte der Jahrgangsstufen
Jahrgang 8:
- Erstellung eines Portfolios zum Thema: Feuer und Luft
- Teilnahme am Körberprojekt: Forscherfragen zum Thema Schokolade
Jahrgang 9:
- Erstellung eines Portfolios zum Thema: Elementfamilien
- Energiequellen der Zukunft Teil 1: Schülerversuche an Brennstoffzellen und Exkursion zum HVV „Wasserstoffbus“
Jahrgang 10:
- Energiequellen der Zukunft Teil 2: Exkursion zum Labor und Technikum der HAW Bergedorf, Verfahren „Diesel aus Stroh“
- Projekttag zum Thema: „Prävention Alkohol“
Schwerpunkte der Arbeit in der Profiloberstufe
Wir haben in der Chemie am Gymnasium Heidberg eine einzigartige Einrichtung: Ein Chemisches Schülerlabor mit IR-Spektroskopie. Mehr darüber erfahren Sie hier.
Ein naturwissenschaftliches Profil, das alle klassischen Naturwissenschaften einschließt, wird im Schuljahr 2009/2010 nicht angeboten.
Jedoch finden im Wahlbereich für alle Profile drei Kurse statt:
- ein Chemiekurs
- zwei Kurse „Praktische Naturwissenschaft“, die schon im ersten Jahr von fast 50 Schülern angewählt wurden.
In diesen völlig neuartigen Kursen möchten wir den Schülern eine naturwissenschaftliche Ausbildung mit besonderer Alltags- und Berufsorientierung bieten. Dafür nutzen wir die einzigartige Geräteausstattung des Schülerlabors zum Erlernen der IR-Spektroskopie und zahlreicher anderer physikalisch-chemischer Verfahren. Darüber hinaus arbeiten wir fachübergreifend: Die Schüler erwerben Kenntnisse in Chemie, Physik, Englisch, Informatik und Mathematik. Im Rahmen des Kurses können die Schüler eine „Besondere Lernleistung“ (BLL) anfertigen und diese ins Abitur einbringen. In diesem Fall haben sie auch die Möglichkeit, im Institut für Messtechnik an der Technischen Universität Hamburg-Harburg zu arbeiten, da hier seit Jahren eine Kooperation besteht.
Empfehlenswert ist auch die Lektüre des Aufsatzes Brüning, H [2008]: Chemie: mehr als Gebrutzel und Gebräu … Alltägliche Stoffe, einzigartige Analysetechnik





